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Dessau-Roßlau: Erst Matsch, dann überfrierende Nässe

Uhr | Aktualisiert 10.12.2012 20:57 Uhr
Sorgen für Gefahr im Umland: Schneeverwehungen. (FOTO: RUTTKE) 
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"Die Schneefälle werden nachlassen", sagt Ralf Blumstein. Und trotzdem wird es wieder eine Nacht werden, in der der Winterdienst ohne Unterlass unterwegs sein wird, weiß der Leiter des städtischen Bauhofs bereits Montagmittag. "Am Abend ziehen die Temperaturen an, dann überfriert die Nässe."
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Dessau/MZ. 

Ohne Straßensperrung

Mit Schneematsch hatten Winterdienst, Autofahrer und Fußgänger seit dem Morgen zu kämpfen. Zehn Zentimeter Schnee sind seit Donnerstag gefallen. Milde Temperaturen haben den Schnee am Montag zu Matsch gemacht. Der Winterdienst kämpft dagegen an, räumt und streut mit Feuchtsalz. "Ständig wird nachgestreut", so Blumstein. Doch aufgrund ständig wieder einsetzender Niederschläge, kommt der Winterdienst an manchen Stellen kaum hinterher. Dabei ist er mit sieben großen und fünf kleinen Fahrzeugen rund um die Uhr unterwegs. Hinzu kommen 16 Handkräfte, die sich mühen, die Überwege freizuschaufeln. "Am Abend haben die Kollegen lange Arme", berichtet Blumstein.

"Wir versuchen das Beste zu machen", erklärt der Leiter des Bauhofes. "In der Stadt musste keine Straße gesperrt werden." Selbst die Schneeverwehungen in der Lichtenauer Straße und zwischen Mühlstedt und Streetz konnten in den Griff bekommen werden. "Ich bin zufrieden", sagt Blumstein. Auch von der Polizei habe es keine Anrufe gegeben zu kritischen Stellen.

Dass freilich Schneematsch und Schneemehl auf den Straßen liegen bleibt, kann und will Blumstein nicht verhehlen. "Wir haben Winter und Schneefall. Dass die Straßen jetzt schwarz sind, ist eine Illusion." Die Kraftfahrer müssten angepasst an die Straßenverhältnisse fahren. "Die meisten tun das auch." Kritisch hingegen sieht Blumstein auf die Radfahrer und rät, dass die ihr Gefährt lieber stehen lassen sollten. "Es fliegt ja auch keiner bei Orkan mit einem Fallschirm."

Den Fahrbahn- und Witterungsverhältnissen entsprechend angepasst zu fahren, appelliert ebenfalls Katrin Schild von der Autobahnpolizei. Am Sonntag krachte es allein zwischen Vor- und Nachmittag 13 mal im Zuständigkeitsbereich des Dessauer Autobahnpolizeireviers. Eine Person wurde leicht verletzt. Der Sachschaden belief sich auf ca. 30 000 Euro.

Stau an Anschlussstelle Coswig

Auch Montagfrüh zwischen 5 und 9 Uhr gab es sechs Unfälle, bei denen sich der Schaden auf rund 42 000 Euro summierte. Personen wurden nicht verletzt. "Der Unfallhergang war an beiden Tagen fast der Gleiche", so Schild. "Die Fahrzeugführer kamen ins Schleudern, gerieten von der Fahrbahn ab und prallten in die Leitplanke oder fuhren in die Böschung."

Außerdem hatte das Winterwetter zu Staus und Behinderungen geführt. So musste die Anschlussstelle Coswig in beide Richtungen beräumt werden, weil Lkw dort nicht hinaufkamen. Erst als die Auffahrten durch den Winterdienst geräumt waren, konnte der Verkehr wieder rollen. Seit 10 Uhr war die Strecke auf beiden Seiten frei.

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