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Dessau-Roßlau: Adventsbläser begeistern in Marienkirche

Uhr | Aktualisiert 23.12.2012 21:27 Uhr

Mehr als 80 Bläser gaben am Sonnabend in der Marienkirche ein Konzert. (FOTO: SEBASTIAN)

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85 Bläser haben beim Konzert in der Marienkirche das Publikum mit auf eine Reise nach Bethlehem genommen. Der Bläserchor, die Adventsbläser, haben dazu altbekannten Melodien zum Teil ein neues Gewand gegeben.
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DESSAU/MZ. 

"Ja, die Weihnachtsgeschichte hat märchenhafte Züge, doch ist sie nicht aus der Luft gegriffen", betonte Joachim Liebig am Sonnabend in der vollbesetzten Marienkirche zum traditionellen Adventsblasen. Wenngleich es auch ein Zusammenschnitt aus verschiedenen Evangelien ist, die über die Jahrhunderte geformt, ein stimmiges Gesamtbild ergeben, wie der Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts einräumt.

Da Christen und Nichtchristen in diesen Tagen die Weihnachtsgeschichte in den Kirchen hören wollen, machen sich 85 Bläserinnen und Bläser unter der Leitung des Landesposaunenwarts Andreas Köhn, der Kirchenpräsident und das Publikum auf eine Reise nach Bethlehem. Da tragen schwere Melodien Maria, die durch einen Dornwald ging. Wird besungen die Geburt des neuen Königs und intonieren die Bläser "Kommet, ihr Hirten". Liebig erzählt die altbekannte Geschichte. Es ist viel weniger die Handlung, als vielmehr die Umstände, die diese Geschichte so interessant machen. Sie spiegelt auch die gesellschaftlichen Verhältnisse verschiedener Zeiten wieder und hat im Kern eine tiefe Botschaft.

Die Adventsbläser, ein Ensemble von entsandten Mitgliedern der 13 Posaunenchöre in der anhaltischen Landeskirche, geben den allzu vertrauten Melodien zum Teil ein neues Gewand. "Herbei, o ihr Gläubigen, fröhlich triumphieret" ist die perfekte Symbiose zwischen Posaunenchor und Publikum. Der Raum wird ergriffen von der frohen Botschaft, der Geburt des neuen Königs, wo anschließend sogar "White Christmas", weiße Weihnachten musikalisch ihre Erfüllung finden. Wer hört da nicht die Glocken, die süßer nie klingen? Es folgt so etwas, wie das amerikanische Pendant mit "Jingle Bells", was durch den Posaunenchor intoniert noch kräftiger, noch lebensbejahender und triumphierender die Botschaft verkünden mag.

Es sind die Hirten, die die Botschaft empfangen und am Geburtsort vom neuen König verkünden. "Damals waren Hirten üble Gestalten, in der heutigen Zeit so etwas wie Kleinkriminelle", so Liebig. Ausgerechnet denen soll man glauben? Und doch macht dieses Konstrukt Sinn, um den Kern der Weihnachtsgeschichte zu vermitteln. Die Frau eines armen Handwerkers bringt in einem Stall einen König zur Welt und üble Gestalten werden zu Botschaftern. "Geld, Bildung, gesellschaftliche Stellung, nichts von alledem zählt vor Gott", verdeutlicht der Kirchenpräsident. Das letzte Wort haben die Bläser mit einem kräftigen Händelschen "Halleluja" und musikalischen Zugaben.

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