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Nahrungsmittelproduktion: Weltweiter Wettbewerbsdruck steigt

Uhr | Aktualisiert 09.01.2013 22:42 Uhr
Getreideanbau steht am Anfang der Wertschöpfungskette in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. (FOTO: ARCHIV/LISKER) 
Wie wettbewerbsfähig ist die europäische Agrar- und Lebensmittelwirtschaft auf internationalen Märkten? Dieser Frage geht ein neues von der EU gefördertes Forschungsprojekt nach.
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Halle (Saale)/MZ/jkl. 

16 Partner aus neun Ländern sollen bis 2015 die Herausforderungen untersuchen, die sich heutzutage in der Nahrungsmittelproduktion und -Vermarktung stellen. Koordiniert wird das Vorhaben von Halle aus vom Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (Iamo), wie das Institut mitteilte. Das Konsortium mit dem Namen "Compete" wird mit 2,42 Millionen Euro gefördert.

Hintergrund des Projekts sind laut Iamo unter anderem weltweite Veränderungen von Ressourcen-Angebot und -Nachfrage und eine zunehmende Zahl von Akteuren auf den Märkten für Agrarprodukte und Lebensmittel. Diese verlangten eine Steigerung der Effizienz und mehr Innovationen in der Produktion und Vermarktung von Lebensmitteln.

Die Forscher sollen im Compete-Projekt zunächst ermitteln, wie die Wettbewerbsfähigkeit gemessen werden soll und welche Faktoren die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. Dabei werde erstmalig die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wertschöpfungskette der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Europa erforscht, teilte das Iamo mit. Die gesamte Kette erstreckt sich dabei von der Produktion von Agrarrohstoffen für die Lebensmittelherstellung über deren Verarbeitung und die dazu notwendigen Technologien bis hin zur Vermarktung der Produkte. Ein Ziel des Projekts sind Erkenntnisse und Empfehlungen, wie die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelketten in Europa verbessert werden kann. Zudem soll die wissensbasierte Bio-Economy gestärkt werden.

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