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Hochschule Anhalt: Akademische Kornbrände werden prämiert

Uhr | Aktualisiert 25.10.2012 19:28 Uhr

Die Versuchs-Destille an der Hochschule Anhalt (FOTO: HS ANHALT)

Wissenschaftler und Studenten der Hochschule Anhalt haben bei der diesjährigen Prämierung des Fränkischen Klein- und Obstbrennerverbands in Würzburg mehrere Silber- und Bronzemedaillen gewonnen.
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Bernburg/MZ/jkl. 

Sie haben damit bewiesen, dass ihre Forschung an Rohstoffen zur Herstellung von Bränden und Geisten, deren Vermaischung und dem Brennvorgang selbst erste Früchte tragen: Die Ergebnisse überzeugten die Fachleute.

Begonnen hat die Geschichte der akademischen Brände im Sommer 2010. Damals wurde am Hochschulstandort in Bernburg die erste Forschungsdestille Ostdeutschlands in Betrieb genommen. Das Ziel des Vorhabens, das die beiden Professoren Markus Seewald und Klaus Epperlein gemeinsam in Angriff genommen haben: Praxisnahe Forschung und Lehre. Seither wird in Bernburg an Rohstoffen und deren Verarbeitung zu Hochprozentigem geforscht. Die Forschungsdestille erlaubt es im Gegensatz zu verplombten Anlagen, während des Brennvorgangs Proben zu ziehen und diese zu analysieren. "Von Beginn an haben wir auch Studenten in diese Forschungsprojekte eingebunden", sagt Seewald. Mit Medaillen geadelt wurden jetzt unter anderem ein Bierbrand, ein Kirschbrand und ein Kornbrand aus der Getreidesorte Triticale, einer Kreuzung zwischen Roggen und Weizen. "Das Urteil der Experten bei einer Blindverkostung war uns sehr wichtig", sagt Seewald. Der Erfolg zeige, bei welchen Produkten man auf dem richtigen Weg sei, aber auch, wo noch "Luft nach oben" ist. Schließlich gebe es ja auch Goldmedaillen.