In Innenräumen kann die Ortung per GPS-Signal aber schwierig werden. Die Hochschule Magdeburg-Stendal leitet deshalb nun ein Forschungsprojekt, in dem mit Hilfe von Simulation und RFID-Technologie die Ortung von Gegenständen in Innenräumen verbessert werden soll.
Elektromagnetische Wellen
RFID steht dabei für "radio-frequency identification" - es handelt sich übersetzt also um die Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 310 000 Euro gefördert und hat eine Laufzeit bis Juli 2015.
Ziel ist die möglichst genaue Ortung von Objekten in Innenräumen. Diese Forschungs- und Entwicklungsherausforderung könne im Vergleich mit anderen Funktechnologien mittels RFID besonders preiswert gelöst werden, teilte die Hochschule Magdeburg-Stendal mit. Die Projektleiter der Hochschule, die Professoren Olaf Friedewald vom Institut für Elektrotechnik und Michael Herzog vom Fachbereich Wirtschaft wollten erreichen, dass die Ortungen wesentlich genauer werden, hieß es weiter.
Sicherheit im Bergbau verbessern
Eine industrielle Anwendung der Forschungsergebnisse könnte sich beispielsweise im Bergbau finden. Der Bergarbeiter könnte einen Helm mit RFID-Chip tragen. Kommt er zu nah an eine Maschine, die ihm gefährlich werden könnte, warnt das installierte System sowohl den Kumpel als auch die Maschine. Das Besondere: Berücksichtigt würde hier neben den beweglichen Objekten auch die stetige Veränderung des Raumes im Bergwerk selbst.