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Mitteldeutsche Zeitung | Wetter im Burgenlandkreis: Der Winter legt nach
26. February 2016
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Wetter im Burgenlandkreis: Der Winter legt nach

Sonnenaufgang mit Kraftwerk

Sonnenaufgang mit Kraftwerk.

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Peter Lisker

Weissenfels/Zeitz -

Am Sonnabend prägt ein trockener Sonnenschein-Wolken-Mix, bei dem „Klärchen“ fünf bis sechs Stunden zum Zuge kommen wird, das Wettergeschehen. Der Wind erwacht am Morgen und nimmt im Tagesverlauf zu und dürfte gegen Mittag und am Nachmittag erneut als leichte bis schwache Brise aus nordöstlicher bis östlicher Richtung unterwegs sein. Die Quecksilbersäule vermag dabei auf Werte um plus fünf Grad zu klettern.

Am Sonntag, im Bauerkalender als Namensfest von Sirin von Persien und des heiligen Romanus ausgewiesen, tummeln sich wieder mehr Wolken am Firmament. Sie erschweren der Sonne das Amtieren. „Klärchen“ wird sich somit nur zwei bis drei Stunden am Himmelszelt blicken lassen. Bei einer aus Nordost wehenden leichten Brise erreichen die Lufttemperaturhöchstwerte lediglich vier Grad über dem Gefrierpunkt. Eine auf Roman gemünzte Spruchweisheit verrät: „Wenn der Winter um Roman aufbegehrt, er uns bis Gertrud (17. März) mit Frösten beehrt“.

Darüber hinaus heißt es: „Will um Sirin und Roman der Lenz noch schlafen, wird Frost nach Kunigunde (3. März) uns zwölfmal strafen“. Herrscht um Sirin und Roman noch Winterwetter vor, wird auch der März öfter mit winterlichen Kapriolen aufwarten und sich Väterchen Frost noch viel Zeit lassen, bevor er seinen Hut nimmt. Anders verhält es sich bei dem Reim „Fördert Sirin den Krokus zu Tage, erteilt sie dem Winter eine Kampfansage“. Sirin, der Name bedeutet „die Anmutige“, erblickte als Tochter eines angesehenen persischen Magiers um das Jahr 520 das Licht der Welt. Sie starb um das Jahr 559.

Graupel, Schnee oder Schneeregen

Romanus lebte von etwa 400 bis zum Jahre 463 oder 464. Er gründete mit seinem Bruder Lupicinus das Kloster Condat in Burgund. Gemeinsam mit Lupicinus errichtete er auch das Frauenkloster La Beaume. Nicht immer meint es der Hornung, wie der Februar in alten Schriften bezeichnet wird, während seiner letzten Tage so gut mit uns. So weist die Statistik für die letzten Februartage des Jahres 1986 sehr niedrige Temperaturen aus. So schlugen am 27. Februar minus 19,2 und am 28. Februar minus 18,2 Grad als Tiefsttemperaturen zu Buche. Derart strenge Fröste stehen aber nicht an.

Am letzten Februartag, dem Montag, und dem Namensfest des heiligen Oswald von Worcester, erwärmt sich die Luft tagsüber nur auf plus zwei Grad. Dadurch werden die zeitweilig zu erwartenden Niederschläge als Graupel, Schnee oder Schneeregen fallen. Der Landmann weiß: „Beschert Oswald Regenwetter überall, bleiben der Pflug im Schuppen und das Pferd im Stall“.

Während für Dienstag Höchsttemperaturen um plus vier Grad in Aussicht stehen, sind am Mittwoch Werte um null und am Donnerstag um drei Grad über dem Gefrierpunkt als Maxima zu erwarten. (mz)


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