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Mitteldeutsche BC: Das Warten geht weiter

TaShawn Thomas (r.) wird sich am Freitag wieder packende Duelle mit den Würzburgern wie hier mit Maurice Stuckey liefern.

TaShawn Thomas (r.) wird sich am Freitag wieder packende Duelle mit den Würzburgern wie hier mit Maurice Stuckey liefern.

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Peter Lisker

Weissenfels -

Die Lage ist verzwickt. Der Mitteldeutsche Basketball Club (MBC) hat auch zwei Tage vor dem Auftakt der Rückrunde am Freitag in Würzburg keinen Neuzugang zu vermelden. Das Warten geht also weiter. „Wir sind aber optimistisch, dass wir die beiden geplanten neuen Spieler in der kommenden Woche hier haben werden“, sagte Teammanager Martin Geissler Donnerstagnachmittag. Da kommt es Trainer Predrag Krunic entgegen, dass das für den 24. Januar angesetzte Spiel gegen Bamberg auf den 16. Februar verlegt worden ist. „So haben wir ein paar Tage mehr Zeit, die neuen Spieler in das Team zu integrieren“, sagte er im Gespräch mit der MZ.

Der 47-jährige Serbe, der seit gut zwei Wochen in Weißenfels ist, hat mittlerweile die Gelegenheit genutzt, sich in der Stadt ein wenig umzusehen. „Ich mache viele Spaziergänge“, sagte er. Vor allem das Schloss finde er beeindruckend. Aber auch die Natur in und um Weißenfels. Noch wohnt er übrigens im Hotel, aber „noch im Januar werde ich eine Wohnung beziehen“.

Die Zeit hat er aber vor allem genutzt, um mit den Spielern zu reden. „Sie befinden sich nach den vielen Niederlagen in einer mental schwierigen Situation. Darüber haben wir gesprochen“, erklärte Krunic. Vor allem setzt er auf gemeinsame Gespräche in der Mannschaft, auch wenn es hier und da individuelle Unterhaltungen gegeben hat. Dabei spiele eine große Rolle, deutlich zu machen, dass die Intervalle, in denen das Team gut spielt wie im dritten Viertel am 2. Januar gegen Würzburg, vergrößert werden müssen. „Dann haben wir auch eine Chance im Auswärtsspiel in Würzburg“, sagte Krunic. Auch wenn die Neuzugänge noch nicht da seien, fahre man nicht dorthin, um einfach nur ein Spiel zu absolvieren.

Dennoch hat Krunic aufgrund der fehlenden Verstärkung ein akutes Personalproblem. Zwar kann er zehn Spieler aufbieten, aber mit sehr unterschiedlicher Qualität. Während sich die vermutliche Startformation mit Marcus Hatten, Frantz Massenat, Dominique Johnson, TaShawn Thomas und Chris Otule noch ganz gut anhört, steht dahinter mit Robert Zinn, Stephan Haukohl, Filip Bundovic, Adam Touray und Jonathan Maier ein sehr junges Wechselkontingent. Zinn hat auf der Aufbauposition schon Qualitätsnachweise gebracht, aber das sieht bei den anderen weniger optimistisch aus. Bundovic wird vermutlich gar nicht spielen, Maier und Haukohl suchen ihre Form und den Anschluss. Touray hat knappe drei Minuten Bundesligaerfahrung.

Im Falle jenes Spielers, den der MBC von einem südeuropäischen Klub loseisen will, hat der Verein laut dem MBC vorliegenden Informationen Donnerstagvormittag die letzte Frist verstreichen lassen, um ihm sein ausstehendes Gehalt nachzuzahlen. Zwei Monate sei der Klub gegenüber dem Athleten im Rückstand. „Wir haben daraufhin einen Freigabeantrag an die Fiba gestellt“, sagte Geissler. Jetzt haben der Klub sowie der nationale Verband sieben Tage Zeit, sich dazu zu äußern. Danach müsse der internationale Basketball-Verband Fiba seine Entscheidung treffen. Im ungünstigsten Fall könnte die Ende der nächsten Woche feststehen. Geissler bleibt dennoch Optimist. „Ich hoffe, dass das schneller geht“, meinte er. Auch im Falle der zweiten Neuverpflichtung setzt er darauf, dass nächste Woche alles klar ist. Dann hat Krunic bis zum 31. Januar Zeit, die beiden zu integrieren. An dem Tag spielt der MBC in der Leipziger Arena gegen Alba Berlin. Beim MBC will man diese beiden Spieler, über deren Namen weiter geschwiegen wird, unbedingt, weil sie aus dem laufenden Spielbetrieb heraus kommen sollen. Das bedeutet, sie sind fit und konditionell auf der Höhe. „Spieler, die lange nicht gespielt haben, zum Beispiel nach Verletzung, werden wir nicht verpflichten“, erklärte Geissler. (mz)



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