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Fußball-Landesliga: Farnstädt und Weißenfels gehen leer aus

Um diese Szene geht es: Farnstädts Randy Knöfel (li.) holt den Weißenfelser Max Pfannschmidt von den Beinen.

Um diese Szene geht es: Farnstädts Randy Knöfel (li.) holt den Weißenfelser Max Pfannschmidt von den Beinen.

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Archiv/Julia Hahndorf

Weißenfels -

Im Verfahren um die Wertung des Fußball-Landesligaspiels zwischen Blau-Weiß Farnstädt und dem 1. FC Weißenfels hat das Sportgericht des Landesverbandes Sachsen Anhalt (FSA) ein Urteil gefällt. Demnach erhält keine der beiden Mannschaften Punkte. Darüber informierte René Milbrath, sportlicher Leiter des Weißenfelser Clubs, am Donnerstag die MZ. Wie das Gericht entschied, bekommen beide Vereine eine Geldstrafe und die Begegnung wird für beide mit 0:3-Toren gewertet. „Das Gericht hat beide Mannschaften für den Spielabbruch verantwortlich gemacht und beruft sich dabei auf bestimmte Paragrafen“, ließ Milbrath verlauten.

Er selbst bezeichnete die Entscheidung als bitter, schließlich lag der 1. FC Weißenfels zum Zeitpunkt des Abbruchs mit 3:2 in Führung und es lief bereits die Nachspielzeit. Ursache des Ganzen war ein hartes Foul des Farnstädters Randy Knöfel, der dem Weißenfelser Kapitän Max Pfannschmidt das Schien- und Wadenbein brach. Daraufhin betraten Zuschauer und Funktionäre den Platz. Schiedsrichter Christian Petzka brach deshalb die Begegnung ab, da er die Sicherheit der Akteure auf dem Platz nicht mehr als gewährleistet sah und außerhalb des Platzes noch eine aufgebrachte Stimmung herrschte.

„Das Gericht hat die Entscheidung des Schiedsrichters verteidigt“ sagte Milbrath, wobei sich der Club als auch die Farnstädter gegen einen Abbruch ausgesprochen hatten, sowohl an dem Tag des Geschehenes als auch bei der Anhörung vor zwei Wochen. Deshalb sei das Urteil laut Milbrath auch ein Stück weit lächerlich, doch man werde es akzeptieren und annehmen.

Angebliche Ohrfeige

Auch was die angebliche Ohrfeige Milbraths gegen Knöfel betrifft, wurde ein Urteil gesprochen. „Ich habe ihn angefasst, aber nicht geschlagen“, betonte Milbrath noch mal und der gleichen Meinung war wohl auch das Sportgericht und sprach von einer geringfügigen Tätlichkeit Milbraths. Neben einer kleinen Geldstrafe erwartet den sportlichen Leiter dafür eine Sperre von drei Spielen, in denen er die Spielerbank und den Innenraum des Stadions meiden muss. „Ich bin halt bei diesen drei Spielen kein Offizieller, aber das ist nichts Überzogenes. Wichtig ist, dass der Schlag weg vom Tisch ist“, so René Milbrath. Auch unter die ganze Geschichte rund um den Spielabbruch und die schwere Verletzung Pfannschmidts wolle der Club nun einen Schlussstrich ziehen, erklärte er.

Dabei gibt es auch gute Nachrichten: Laut Milbrath macht der Weißenfelser Spielführer große Fortschritte bei seiner Genesung. „Er absolviert im Moment ein Aufbautraining beim Physiotherapeuten und kann wohl in drei bis vier Wochen ins bedingte Mannschaftstraining einsteigen“, erklärte Milbrath. Dabei gingen alle ursprünglich davon aus, dass Pfannschmidt mindestens ein Jahr brauchen werde, um überhaupt wieder trainieren zu können. Stattdessen sieht es so aus, als könne er noch in der diesjährigen Rückserie sein Comeback auf dem Rasen geben. Wann das sein wird, ist noch offen, zumal alle Beteiligten nichts überstürzen wollen. „Mein Wunsch ist es, dass er im Rückspiel gegen Farnstädt wieder auf dem Platz steht“, meinte Milbrath. Das wäre am 28. Mai der Fall.