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Winterwetter in Bitterfeld: Auf Neuschnee folgt Straßenchaos

In der Walther-Rathenau-Straße herrschten gestern Vormittag teilweise chaotische Zustände.

In der Walther-Rathenau-Straße herrschten gestern Vormittag teilweise chaotische Zustände.

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Thomas Ruttke

Bitterfeld -

Der Neuschnee in der Nacht zu Donnerstag hat kommunale und private Winterdienste offensichtlich gleichermaßen überrascht. Zum Berufsverkehr am Donnerstagmorgen waren weder Bundes- noch andere Zufahrtstraßen in vielen Bitterfelder Bereichen geräumt. Autofahrer kamen bis zum frühen Mittag an manchen Stellen nur in Schrittgeschwindigkeit voran.

Da auch die Rad- und Gehwege nicht frei waren, wichen Radfahrer kurzerhand auf die Fahrbahn der Bundesstraße aus. „Bei fließendem Verkehr und rutschigem Untergrund ist das eine gefährliche Situation“, sagte Dieter Hesse von der Polizei. „Wegen der eigenen Sicherheit empfehle ich jedem, auf das Fahrrad zu verzichten und den Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen.“

Auch in der Walther-Rathenau-Straße, in der der Parkstreifen mittig angelegt ist, war die Situation am Morgen unübersichtlich und chaotisch. Sowohl Radfahrer und Fußgänger als auch Parkplatzsuchende und Lieferanten versuchten, sich einen Weg über die rutschige Piste zu bahnen.

Über die große Schneemengen war das für einen Teil des Winterdienstes im Stadtgebiet verantwortliche Unternehmen Toko erstaunt. „Der kostenpflichtige Wetterdienst, den wir nutzen, sagte nur wenige Millimeter Neuschnee vorher. Tatsächlich sind aber unerwartet bis zu zehn Zentimeter gefallen“, so ein Firmensprecher. Man sei dennoch einsatzbereit gewesen und habe die Straßen geräumt. „Allerdings können wir den Schnee mit unseren Maschinen nur zur Seite schieben, so dass am Rand Berge entstehen.“ Wegen der Fahrbahnenge in der Rathenaustraße führe das bei größeren Massen zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Über die schlecht passierbaren Straßen wunderten sich vor allem Pendler aus dem benachbarten Kreisen (Saalekreis und Nordsachsen). Wie mehrere Autofahrer übereinstimmend berichten, seien gestern Vormittag die B 184 (aus Richtung Delitzsch) und die B 100 (aus Richtung Halle) bis zur Anhalt-Bitterfelder Kreisgrenze größtenteils beräumt gewesen. Danach habe man allerdings den Eindruck gehabt, dass auf den Bundesstraßen kein Winterdienst unterwegs war. „Der Unterschied war echt gewaltig“, meinte ein Autofahrer aus Halle.

Für Toralf Scholz von der verantwortlichen Straßenmeisterei Sandersdorf gibt es für dieses Phänomen zwei Gründe: „Zum einen waren die Niederschlagsmengen lokal sehr unterschiedlich“, so der Leiter. Zum anderen habe das Schneegestöber erst nach der Spätschicht eingesetzt. (mz/dop)


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