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Vogelwelt: Die Säger haben jetzt das Sagen

Uhr | Aktualisiert 05.12.2012 17:42 Uhr
Ein Gänsesäger schwimmt auf der Goitzsche. (FOTO: FALKO HEIDECKE) 
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Die Vogelwelt schläft nicht: Auch in Herbst und Winter ist in der Goitzsche-Wildnis Betrieb. Während die ersten Durchzieher schon wieder fort gen Süden sind, kommen aus nördlichen und östlichen Gebieten nun weitere Gäste.
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holzweissig/MZ. 

So tauchen ab Oktober nach und nach Ringelgänse, Zwerg- und Gänsesäger und später dann die Sing- und Zwergschwäne auf.

Besonders attraktiv sind die beiden Sägerarten. Der Gänsesäger mit seiner Körpergröße zwischen Ente und Gans und seinem roten, schmalen, sägeartig gezähnten Schnabel mit einem scharfen, gebogenen Nagel an der Spitze. Damit kann er seine Lieblingsspeise Fisch gut festhalten. Das Männchen ist am Kopf und Hals schwarz, den Kopf zieren lange Hinterkopffedern. Während der Rücken schwarz ist, leuchtet das Bauchgefieder strahlend weiß.

Der Zwergsäger ist viel kleiner, er ist nur so groß wie eine Schellente. Das Federkleid des Männchens ist weiß und mit feinen schwarzen Strichen verziert. Die weiße Federhaube ist aufrichtbar. Auffällig ist der schwarze Fleck zwischen Schnabel und Auge. Auch der Zwergsäger er hat einen gesägten Schnabel. Beide Arten verlassen die Gewässer der Goitzsche im Frühling wieder. Bis dahin können sich Naturfreunde jedoch an ihrem Anblick erfreuen.

Längst in Richtung Süden sind die verschiedenen Limikolen - das sind Watvögel - verschwunden. Dazu zählen zum Beispiel der Rotschenkel, die Bekassine und der Waldwasserläufer, die im September, Oktober einen Zwischenstopp in der Goitzsche eingelegt haben.

Die Bekassine, im Volksmund auch Himmelsziege genannt, hat wenig mit einer Ziege gemein. Aber wenn ihre äußersten Schwanzfedern im Sturzflug in Schwingung geraten, klingt das eindeutig nach einem Meckern. Daher wird sie auch als "Vogel mit dem singenden Schwanz" bezeichnet. Ausgesprochen schön ist sie. Und ausgesprochen selten. Früher wurde die Bekassine intensiv bejagt. Und heute wird ihr Lebensraum knapp.

Deshalb ist sie Vogel des Jahres 2013. Die kleine Sumpfschnepfe mag es feucht. Sie bewohnt extensiv bewirtschaftete Feuchtwiesen, Moore und Marschen sowie offenes Sumpfland, an der Küste auch Salzwiesen. Die Spitze ihres sehr langen, geraden Schnabels ist mit Millionen Tastsinneszellen besetzt. So spürt dieser Vogel Würmer und Larven in einem schlammigen Boden auf.

Gerade die Feuchtgebiete, Flachwasserbereiche und freie, schlammige Ufer der Goitzsche-Wildnis sind für die Watvögel attraktiv. In mehreren Wellen haben die Kraniche im Oktober ihre hiesigen Brutgebiete verlassen. Mehr als 50 dieser imposanten Vögel sammelten sich in den letzten Wochen in der Goitzsche-Wildnis.

Sie fliegen abends regelmäßig in einer V-förmigen Formation in die Flachwasserbereiche ein. An der Spitze fliegen erfahrene Tiere, gefolgt von Familien mit ihren Jungtieren. Die Goitzsche-Brutpaare und Nichtbrüter haben sich mittlerweile den Ziehenden angeschlossen.

Kraniche sind erst mit vier Jahren geschlechtsreif. Bis dahin ziehen sie in kleinen Gruppen umher. Als Teenager sozusagen. In diesen Gruppen finden sich die künftigen Paare.

Wie wirken sich die geplanten Goitzsche-Arkaden aus?

Die Bitterfelder Einzelhändler beschäftigt derzeit nur ein Thema: Wie geht es weiter in der Innenstadt? Denn mit den geplanten „Goitzsche-Arkaden“ und der angedachten Erweiterung der Einkaufszentren „Bitz“ und „Real“ ist für viele unklar, was das für die gewachsenen Bereiche im Zentrum bedeutet.

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