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Viele Lehrstellen unbesetzt

Uhr | Aktualisiert 21.06.2010 20:32 Uhr
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Beratung

Haldis-Angelika Winkler berät Tobias Jankowiak. (FOTO: MZ)

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Tobias Jankowiak hat klare Vorstellungen. Beim von der Industrie- und Handelskammer (IHK) angebotenen "Tag der Ausbildungschance" erkundigte sich der 20-jährige Zscherndorfer am Montag bei der IHK-Ausbildungsberaterin, Haldis-Angelika Winkler, gezielt nach den Berufen IT-Systemelektroniker, Automatisierungstechniker und Mediengestalter.
BITTERFELD/MZ. 

"Ich habe mich schon privat umgeschaut", sagt er, "jetzt nutze ich das Angebot, um mir aktuelle Tipps für meine Bewerbungen geben zu lassen." Dafür benötigt Angelika Winkler einige Angaben. Sie fragt nach Schulnoten, Interessen und beruflichen Vorstellung der Schulabsolventen. "Meist wissen die Jugendlichen nicht genau, welche Ausbildung sie machen wollen", benennt sie die Herausforderungen des Berateralltags. Daher nutzt sie die IHK-Lehrstellenbörse, um einige Berufsausbildungen und die entsprechenden Unternehmen vorzustellen. "Etwa 90 unterschiedliche Berufe haben wir auf unserer Internetseite", sagt sie. Doch neben dieser Auswahl und den jeweiligen Anforderungen gibt sie auch Tipps zu den Bewerbungsunterlagen, zum Vorstellungsgespräch und zum allgemeinen Auftreten. "Man sollte sich vorher natürlich im Internet über die einzelnen Firmen informieren", sagt sie, "das setzen Unternehmen voraus. Außerdem sollte man ein persönliches Anschreiben verfassen und nicht auf fertige Formulierungen, also gestylte Bewerbungen, zurückgreifen."

Trotz der kurzen Zeit - die Ausbildungen beginnen in der Regel Anfang August - sollten sich die Schulabgänger also entsprechend vorbereiten und nicht nur eine oder zwei Bewerbungen schreiben. "Obwohl statistisch gesehen, jeder Ausbildungsplatzsuchende eine Lehrstelle bekommen könnte, müssen Firmen und Lehrlinge auch zusammen finden und passen." Dazu gehören zum einen die entsprechenden Noten bzw. fachlichen Kompetenzen in Mathematik und Deutsch, zum anderen werden auch persönliche und soziale Kompetenzen vorausgesetzt.

Hinzu kommt - so wie bei Tobias Jankowiak - die persönliche Initiative und auch die entsprechende Strategie. "Ich werde die sechs Firmen, die ich hier auf der Lehrstellenbörse gefunden habe, so schnell wie möglich anschreiben", sagt er und hält sich für alle Eventualitäten noch einen Plan B bereit. "Sollte es dennoch nicht klappen, werde ich voraussichtlich die Fachoberschule besuchen oder ein Freiwilliges soziales Jahr absolvieren", sagt er. So oder so - die Beratung habe sich für ihn auf jeden Fall gelohnt.

Der "Tag der Ausbildungschance" ist eine bundesweite Initiative der Industrie- und Handelskammern. Schulabgänger, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, sollen dadurch in offene Lehrstellen vermittelt werden. Alleine für das südliche Sachsen-Anhalt stehen in der IHK-Lehrstellenbörse www.halle.ihk.de 409 freie Ausbildungsplätze zur Verfügung.

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