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Verkehr in Bitterfeld: Polizei kontrolliert in Dessauer Straße

Die Polizei ahndet Verstöße gegen das Durchfahrtverbot in der Dessauer Straße in Bitterfeld. Das sorgt für Unmut.

Die Polizei ahndet Verstöße gegen das Durchfahrtverbot in der Dessauer Straße in Bitterfeld. Das sorgt für Unmut.

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Ruttke

Bitterfeld -

Volkmar Köker ist verärgert. Seit knapp sechs Monaten hat der Caterer sein Geschäft in der Dessauer Straße in Bitterfeld wegen der Sanierungsarbeiten und der damit einhergehenden Vollsperrung nur umständlich erreichen können. „Der Bereich bestand zeitweise nur aus Dreck, Sand und Schlamm. Für das Ein- und Ausladen der Waren war das beschwerlich und zudem hat uns die Situation auch Einbußen gebracht.“

Daher habe er aufgeatmet, als sich Ende vergangenen Jahres eine Fertigstellung der Straße abzeichnete. „Ich hatte zwar keine Genehmigung zum Passieren, aber in Abstimmung mit der Bauleitung vor Ort war es für Gewerbetreibende bislang möglich, die Grundstücke anzufahren.“ Zumindest bis Donnerstagmorgen, sagt Köker. An diesem Tag habe die Polizei an der Zufahrt zur Baustelle gestanden und Anlieger sowie Gewerbetreibende an der Durchfahrt gehindert. „Ich kann das nicht verstehen. Jetzt, wo die Straße fast fertig und befahrbar ist, bekommen wir Ärger.“

Generelles Fahrverbot für alle Verkehrsteilnehmer

Auf MZ-Nachfrage bestätigt ein Polizeisprecher die Kontrolle und begründet sie wie folgt: „In diesem Bereich gilt ein generelles Fahrverbot für alle Verkehrsteilnehmer, auch für Anlieger.“ Bereits in der vergangenen Woche habe man die Baustelle im Blick gehabt und die Autofahrer, die sich nicht an die Regeln hielten, zunächst einmal nur belehrt. In dieser Woche seien Verstöße dann auch mit Ordnungsgeldern geahndet worden. „Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder besitzen die Anwohner eine Ausnahmegenehmigung oder sie müssen ihr Auto anderswo parken.“

Allerdings erteilt der Landkreis aus Verkehrssicherheitsgründen keine solche Ausnahmen, sagt ein Verwaltungssprecher. Er weist aber darauf hin, dass die Straßenfreigabe bald erfolgen solle. Man schätze, dass für die Pflasterarbeiten und den Fugenverguss noch etwa zwei Wochen notwendig sind. Voraussetzung seien aber geeignete Temperaturen. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Kreis für die Sanierung der 350 Meter langen Fahrbahn samt Rad- und Gehweg knapp 1,5 Millionen Euro investiert haben. In diesem Jahr soll ein weiterer Abschnitt in der Dessauer Straße erneuert werden. Damit wird wieder eine Vollsperrung einher gehen. Der genaue Zeitraum der Arbeiten steht noch nicht fest. (mz)


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