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Schwimmender Häuser auf der Goitzsche: Urlaub auf dem See in Bitterfeld

Goitzsche Resort

Das Goitzsche Resort aus der Luftperspektive: Zehn schwimmende Häuser und neun Hausboote sind auf dem See geplant.

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FHG floating House

Bitterfeld -

Wenn Ulf Sybel das Goitzsche Resort in Bitterfeld vorstellt, spricht er gerne von einem „Alleinstellungsmerkmal für die Region“. „Während Touristen ihren Urlaub andernorts am Wasser machen können, ist die Erholung hier auch auf dem See möglich“, sagt der Geschäftsführer der FHG floating house GmbH. Bereits im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die Steg-Anlage am Wassersportzentrum fertiggestellt. Bis voraussichtlich zum Sommerende nächsten Jahres sollen hier dann zehn schwimmende Häuser und neun Hausboote liegen. „Der finanzielle Gesamtumfang des Projekts beträgt acht Millionen Euro.“ Zwei Hausboote und ein schwimmendes Haus habe man bereits errichtet.

„Der Bau von drei weiteren Pontons ist bereits abgeschlossen. Die Häuser auf ihnen werden im Frühjahr entstehen“, sagt Sybel und erklärt, warum sie auf dem See schwimmen können. „Das Fundament besteht aus einem 80 Tonnen schweren Stahlbetonkörper mit einer Kunststofffüllung. Das sorgt für den nötigen Auftrieb.“ Damit das Ponton samt Haus mit einer Grundfläche von 130 Quadratmeter und einem Gesamtgewicht von 140 Tonnen auch fest vor Anker liegt, kommen „Dual-Docker-Arme“ zum Einsatz. „Sie fixieren die Häuser fest an der Steg-Anlage und können gleichzeitig Schwankungen des Wasserpegels ausgleichen.“ Diese spezielle technische Lösung hat sogar ein österreichisches Wirtschaftsmagazin zum Anlass genommen, um über das Goitzsche Resort zu berichten.

Um einen Eindruck von der Größe und Ausstattung der schwimmenden Immobilien zu bekommen, hat die Firma ein Musterhaus an der Marina am Bernsteinsee befestigt. Die drei Etagen - also Erd-, Ober- und Dachgeschoss - haben eine Gesamtnutzfläche von knapp 190 Quadratmetern. Eine Besonderheit: Nicht nur von den beiden Schlafzimmern und der Wohnstube hat man einen Seeblick, sondern auch von der Wanne im Badezimmer. Inklusive Wassergrundstück, Carport und Steg kostet das Gesamtpaket laut Katalog 495.000 Euro. Für die kleinere Variante - also dem Hausboot - werden 330.000 Euro fällig.

Anders als ursprünglich geplant, sollen die letzt genannten Katamaranschwimmer zukünftig nicht auf dem See fahren, sondern ebenfalls fest angedockt werden. Das strebt zumindest die Goitzsche Tourismusgesellschaft (GTG), die große Teile des Gewässers bewirtschaftet, an. Die GTG-Begründung: Die Hausboote könnten für die Segeljollen und -yachten sowie die beiden Fahrgastschiffe auf dem See ein Sicherheitsrisiko darstellen. (mz)


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