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Raguhn-Jeßnitz prüft Einnahmemöglichkeiten: Kommt Steuer für den Zweitwohnsitz?

Die Stadt prüft, ob eine Zweitwohnungssteuer Sinn macht.

Die Stadt prüft, ob eine Zweitwohnungssteuer Sinn macht.

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André Kehrer

Raguhn -

Finanziell ist es seit Jahren eng in Raguhn-Jeßnitz. In der Stadt werden wie anderswo sinkende Zuweisungen und steigende Abgaben registriert. Aber nutzt die Kommune wirklich alle Einnahmemöglichkeiten aus?

„Wie sieht es mit einer Zweitwohnungssteuer aus?“, fragt Stadtrat Steffen Erdreich.

Der Retzauer blickt auf Nachbarkommunen wie Bitterfeld-Wolfen - die Stadt erhebt die Steuer seit 2014 -, Muldestausee oder Gräfenhainichen, die allesamt für den zweiten Wohnsitz kassieren. „Zehn Prozent der Jahreskaltmiete sind üblich“, gibt Erdreich zu bedenken und regt an, die Möglichkeit einer Abgabe zu prüfen. Die Kämmerei will das tun. Allerdings schwant deren Chefin Gisela Gramsch, dass der Aufwand zu hoch für den aus einer Steuer resultierenden Nutzen sei. Schließlich würde die Steuer im Regelfall für Bewohner von Wochenendgrundstücken fällig werden. Davon finden sich in der Stadt allerdings nicht sehr viele.

Unter anderem Personen unter 18 Jahren, beispielsweise Auszubildende, sowie Mieter, die die Wohnung aus beruflichen Gründen nutzen und andernorts gemeldet sind, sind von einer Zweitwohnungssteuer befreit. (mz)


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