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Makabrer Scherz in Bitterfeld: Puppe im Hafenbecken löst Feuerwehreinsatz aus

Die kleine Puppe war mit einem Stein beschwert, so dass sie auf Grund im Hafenbecken lag.

Die kleine Puppe war mit einem Stein beschwert, so dass sie auf Grund im Hafenbecken lag.

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Michael Maul

Bitterfeld -

Zum Stadthafen ist die Bitterfelder Ortsfeuerwehr am Sonnabend um 15.55 Uhr alarmiert worden. Grund für den Einsatz war ein zunächst undefinierbares Objekt, das Passanten im Wasser an der Hafenmole entdeckt hatten. „Vom Ufer aus stellte es sich in Form eines Kindes dar“, so Pressesprecher Klaus-Peter Kozloff. „Ein Eindruck, der sich jedoch glücklicherweise nicht bestätigte.“ Nach Bergung des Objektes stellte es sich heraus, dass es eine Puppe ist, die - mit einem Stein beschwert - im Wasser versenkt worden war. Sie wurde geborgen und entsorgt. Neben der mit vier Einsatzfahrzeugen und zwei Rettungsbooten angerückten Bitterfelder Feuerwehr war auch die Polizei mit einem Funkstreifenwagen im Einsatz.

„Wer tut so etwas?“, fragten sich nicht nur die Feuerwehrleute sowie die Polizeibeamten, die den nachmittäglichen Einsatz am Bitterfelder Stadthafen absolviert hatten. Mal so einfach etwas ins Wasser werfen komme ja des öfteren vor, sagte ein Feuerwehrmann. Aber eine Puppe und dann noch mit einem steinbeschwerten Strick um den Hals? Das sei einfach nur makaber, meinten auch Passanten, die bei ihrem Spaziergang das Treiben der Brandbekämpfer beobachtet hatten. „Ich dachte schon, es ist etwas Schlimmes passiert“, sagte Gerhard Blume. Feuerwehrautos mit einem Boot im Schlepp und dann noch die Drehleiter, das lasse oft nichts Gutes erahnen. „Ist ja aber alles noch mal gut gegangen.“ Dennoch sei für ihn ein solches Handeln mehr als fragwürdig.

Feueralarm ausgelöst

Am gleichen Tag wurde die Bitterfelder Wehr um 17.19 Uhr erneut alarmiert und sollte zur Unterstützung der Greppiner Kameraden in das Areal B des Chemieparkes ausrücken. Die automatische Brandmeldeanlage eines Betriebes in der Tricat-Straße hatte einen Feueralarm ausgelöst. Allerdings konnten die Bitterfelder Kameraden auf Anweisung der Leitstelle den Einsatz bereits auf der Anfahrt abbrechen, berichtet Kozloff. Der Einsatzleiter der Greppiner Wehr hatte nach einer ersten Lagekundung gemeldet, dass es sich nicht um einen Brand handele und die Kräfte vor Ort ausreichend seien. (mz)


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