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Knöllchen: Kritik an Strafzetteln für Konzertgäste

Uhr | Aktualisiert 26.11.2012 21:51 Uhr
Das Knöllchen war an jedem Auto. (FOTO: MZ) 
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Die Verteilung von Knöllchen beim Big-Band-Konzert am Sonnabend sorgt weiter für Unmut. Die Band hatte in der Grundschule Wolfen-Steinfurt ein Konzert vor vielen Gästen gegeben. Dabei hatten die Fahrzeuge der Besucher ebenso wie jene der Musiker Knöllchen bekommen, da sie in einem für den Straßenverkehr gesperrten Bereich standen.
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wolfen/MZ. 

Die Verteilung von Knöllchen beim Big-Band-Konzert am Sonnabend sorgt weiter für Unmut. Die Band hatte in der Grundschule Wolfen-Steinfurt ein Konzert vor vielen Gästen gegeben. Dabei hatten die Fahrzeuge der Besucher ebenso wie jene der Musiker Knöllchen bekommen, da sie in einem für den Straßenverkehr gesperrten Bereich standen (die MZ berichtete).

Nicht nur Besucher ärgern sich über dieses rigorose Vorgehen. Auch Band-Manager Marco Roye übt Kritik: "Eigentlich sind wir Musiker in diesem Sinne Versorgungsfahrzeuge, für die die Einfahrt frei ist." Jeder Musiker habe seine Instrumente dabei, Verstärker und Noten, die man nicht über lange Strecken transportieren könne. Deshalb habe man die Autos auch in der Sackgasse an der Schule geparkt. "Fest steht, dass nur einige Minuten vor dem Konzert das Ordnungsamt tätig geworden ist und die unbeliebten Knöllchen verteilt hat", kritisiert der Musiker und Manager.

Für die Stadt stellt sich die Situation rechtlich anders dar. "Die Politessen arbeiten auch am Wochenende und sind angehalten, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung im ruhenden Verkehr zu ahnden", sagt Stadtsprecherin Katrin Kuhnt. Da die Autos teils auch auf Fußwegen gestanden hätten, haben die Mitarbeiter das als Ordnungswidrigkeit gewertet und geahndet. "Vielleicht hätte man vorher über die Verfahrensweise beim Parken reden sollen", stellt Kuhnt in den Raum.

Das nutzt allerdings den bestraften Pkw-Fahrern nicht mehr viel. Ob es noch eine einvernehmliche Lösung geben werde, ist unklar. Roye will jedenfalls alle Möglichkeiten nutzen, um die Knöllchenverteilung rückgängig zu machen.

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