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Jugend musiziert: «Der Zuspruch zur Musikschule ist ungebrochen»

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 21:35 Uhr

Die neunjährige Luisa Wagner will beim Regionalausscheid einen guten Platz belegen. Cornelia Toaspern zeigt, wie es gemacht wird. (FOTO: THOMAS RUTTKE)

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In diesem Jahr werden sich zwölf Mädchen und Jungen der Bitterfelder Musikschule "Gottfried Kirchhoff" am Regionalausscheid "Jugend musiziert" beteiligen.
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BITTERFELD/MZ. 

50 Jahre gibt es ihn in Deutschland und er ist noch immer ein zuverlässiger Gradmesser für Könner - der Ausscheid "Jugend musiziert". Seit 1992 Jahren ist auch die Bitterfelder Musikschule dabei. In den vielen Jahren haben sich dabei Talente herauskristallisiert, auf die man sehr stolz sein kann. Wie zum Beispiel Luisa Wagner und Lea Kuhne.

Die Neunjährige Luisa wird beim Regionalausscheid gemeinsam mit Lea auf dem Podium stehen. Während Lea am Klavier sitzt, muss sich Luisa mit ihrer Querflöte beweisen. "Es macht mir riesigen Spaß", sagt sie. Angefangen habe alles schon im Kindergarten. "Dort konnten wir uns aussuchen, ob wir Gitarre oder Flöte lernen wollen. Ich habe mich für Blockflöte entschieden." Seit dem vorigen Jahr hat die Raguhnerin nun die Querflöte für sich entdeckt, mit der sie am Ausscheid teilnehmen will. "Im vergangenen Jahr war Luisa das erste Mal dabei", sagt Mutter Anke. "Damals war ich überhaupt nicht aufgeregt", erinnert sich die junge Musikschülerin. In diesem Jahr sehe das ein klein wenig andres aus. Aber Angst oder Lampenfieber habe sie nicht. "Man muss ja nicht gleich gewinnen. Dabeisein ist alles", ergänzt Anke Wagner.

Auch Sopie Zahn und Katharina Krannich wollen mit ihren Instrumenten und ihrer Leistung beim Regionalausscheid Spuren hinterlassen. Die beiden 14-Jährigen haben schon beizeiten ihre Liebe für die Musik entdeckt. Während Sophia seit der Grundschule Flöte und Oboe spielt, hat Katharina schon im Kindergarten musiziert.

Für die Leiterin der Bitterfelder Musikschule, Cornelia Toaspern, spielt das Musizieren eine verbindende Rolle. "Die Musik vereint Seele, Körper und Geist", sagt sie. Aus diesem Grund empfinde sie auch große Hochachtung vor den Schülerinnen und Schülern, die sich neben dem Schulstress noch dem musikalischen Lernen widmen. "Das ist aber auch gut so", weiß die gelernte Biochemikerin aus eigene Erfahrung. Sie habe damals gelernt und zur Entspannung musiziert. "Wenn man im Prüfungsstress das Instrument nimmt und spielt, wird der Kopf frei und man bekommt wieder eine neutrale und andere Sicht auf die Dinge", stellt sie fest.

Hocherfreut ist die Musikschulleiterin darüber, dass trotz sinkender Geburtenzahlen und weniger jungen Leuten das Interesse an der Musikschule ungebrochen ist. "Wir haben pro Jahr zwischen 900 und 1 000 Schülern in den unterschiedlichsten Ausbildungsklassen." Auch die Nachfrage von Senioren nehme immer mehr zu, freut sich Toaspern. Der Anteil der erwachsenen Musikschüler betrage etwa zehn Prozent.

Nach der ersten Phase der Regionalwettbewerbe, während der im Januar und Februar Konzerte in über 140 Orten stattfinden, beginnt die zweite Phase, der Landeswettbewerb, am 15. März in Magdeburg. Der Bundeswettbewerb findet vom 17. bis 24. Mai in Erlangen, Fürth und Nürnberg statt. Das Wochenende der Sonderpreise ist für den Herbst geplant. "Die Titel, die die jungen Musikschüler spielen, werden nur in der Zeit begrenzt", so Toaspern. Die Jüngeren müssten nicht so lange spielen wie die Älteren.

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