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Flüchtlingscamp in Bitterfeld: Flüchtlinge wollen in Hungerstreik treten

Protestzug durch Bitterfeld

Mit einem Protestzug sind Flüchtlinge aus dem Landkreis durch Bitterfeld gezogen.

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Thomas Ruttke

bitterfeld/MZ -

Seit Ende vergangener Woche haben Flüchtlinge in Bitterfeld an der Walther-Rathenau-Straße ein Flüchtlingscamp aufgebaut. Nun wollen einige der Beteiligten für ihre Forderungen in den Hungerstreik treten. Sie fordern eine Verbesserung der Zustände in den Gemeinschaftsunterkünften, perspektivisch eine dezentrale Unterbringung in Wohnungen, die schnellere und regelmäßige Erteilung von Arbeitserlaubnissen für Menschen im Asylverfahren und ,Geduldete' sowie die Abschaffung der Residenzpflicht.

Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen begrüßt den Protest der Flüchtlinge und fordert die Landesregierung auf, den „Flüchtlingen jetzt eine Perspektive aufzeigen“, so der flüchtlings- und migrationspolitische Sprecher der Fraktion, Sören Herbst. „Sie kann sie nicht mit wohlfeilen Worten abspeisen. Erste Ansätze einer progressiveren Flüchtlings- und Migrationspolitik müssen aufgebaut werden, um die Lage der Betroffenen konsequent zu verbessern.“


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