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Expedition auf dem Bernsteinsee: Schatzjäger sind mit Staubsaugern unterwegs

Die Förderanlagen stehen auf einer schwimmenden Plattform.

Die Förderanlagen stehen auf einer schwimmenden Plattform.

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André Kehrer

Pouch/Bitterfeld -

Kurz nach Sonnenaufgang legt Andreas Wendel mit einem kleinen Kutter von der Marina am Bernsteinsee ab. Im Auftrag der Goitzsche Tourismusgesellschaft (GTG) soll der Sicherheitsverantwortliche die Bergung des Goitzsche-Goldes auf der schwimmenden 250 Quadratmeter großen Arbeitsplattform inmitten des Sees überwachen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Eurasia Amber GmbH in Abstimmung mit der GTG einen Feldversuch gestartet. Seit Anfang der Woche wird nun ein weiterer Anlauf unternommen.

Während es damals darum ging, ob die Bernsteinförderung überhaupt möglich ist, werden nun neue technische Möglichkeiten erprobt. „Dafür brauchen wir keine Taucher mehr“, sagt Wendel und erklärt: „Die Bernsteine befinden sich im Schluff, also dem Feinboden, in einer Tiefe von durchschnittlich 25 Metern.“ Um daran zu kommen, wird ein riesiger Schlauch mit einem Saugkopf - vergleichbar mit einem Staubsauger - eingesetzt. „Wir haben jetzt den Durchmesser verdoppelt und die Leistung der Kompressoren deutlich erhöht“, beschreibt Wendel die Unterschiede zur letzten Expedition. So sei es möglich, größere Mengen des begehrten fossilen Baumharzes ans Tageslicht zu bringen, sagt er und hebt einen 18 Kilogramm schweren Sack, gefüllt mit Schlauben-, Butterscotch- und Brack-Bernsteinen, in die Höhe.

Wie die Suche nach Bernstein funktioniert, lesen Sie auf Seite 2.

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