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Bitterfeld: Helfen hat keine Altersgrenze

Uhr | Aktualisiert 30.12.2012 17:55 Uhr
Der katholische Pfarrer Andreas Ginzel (r.) begleitete die Sternsinger bei ihrer ersten Station im Pflegeheim St. Marien in Bitterfeld. (FOTO: ANDRé KEHRER) 
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Altersgrenzen gibt es bei den Sternsingern nicht. Von fünf bis 70 Jahre sind sie alt und sammeln Spenden für Kinder auf der ganzen Welt. Dabei gibt es den Segen für das Haus, den die singenden Spendensammler mit Kreide an die Tür schreiben.
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bitterfeld/MZ. 

Die heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar sind es, die von den jungen Leuten verkörpert werden.

"Etwa 40 Millionen Euro waren es im vergangenen Jahr, die von den Sternsingern gesammelt wurden", erzählt der Zscherndorfer Georg Kuropka, dessen drei Enkelkinder aktiv bei den singenden Helfern mitwirken. Und 50 an der Zahl sind es im Pfarrbereich von Andreas Ginzel, der Gitarre spielend mit seinen jungen Freunden unterwegs war. In der ersten Station, dem katholischen Altenpflegeheim St. Marien in Bitterfeld, wurden die jungen Leute herzlich empfangen. Auch Spenden konnte der "Finanzminister", wie es eine Bewohnerin sagte, in seiner Büchse verstauen. Dabei verriet der kleine Leon das Geheimnis der Sternsinger: "Wir reden nicht über das Geld, das die Leute in die Sammelbüchse gesteckt haben. Wir freuen uns nur über die Gesamtsumme, die am Ende herauskommt."

In den kommenden Tagen werden die Sternsinger dann in der näheren und weiteren Umgebung unterwegs sein, um bei Firmen, Institutionen oder Privatpersonen Spenden für die Kinder der ganzen Welt zu sammeln. Nicht verstehen kann Georg Kuropka die Ablehnung des Bitterfelder Klinikums, die Sternsinger zu empfangen. "Einen richtigen Grund konnte man mir nicht nennen", sagt der Zscherndorfer. Zumal in den vergangenen Jahren immer ein guter Kontakt in dieser Richtung bestanden habe, wie er erzählt.

Die Sternsingeraktion ist eine bundesweite Sammelaktion, die in diesen Tagen beginnt. Hilfsprojekte in Afrika, im Nahen Osten, Asien oder Lateinamerika werden damit unterstützt, wobei die Schwerpunkte im Aufbau von Gesundheitsvorsorgestationen, Krankenhäusern oder Schulen liegen. Aber auch die Hilfe nach Naturkatastrophen ist eine Aufgabe der Sternsinger.

"Wir haben allerdings für unsere Sammelaktion nicht so viel Zeit wie andere Hilfsorganisationen", berichtet Georg Kuropka. Die Sternsingersaison sei nun einmal auf die Tage nach Weihnachten bis kurz nach dem Jahreswechsel beschränkt. Damit beschreibt er auch den eigentlichen Hintergrund der Aktion. In jedem Jahr sind zum Jahreswechsel rund 500 000 Sternsinger unterwegs und segnen mit einem Kreidezeichen die Häuser. C+M+B bedeutet dabei "Christus mansionem benedictat", was soviel heißt wie "Christus segnet dieses Haus". Versehen mit der jeweiligen Jahreszahl soll es die Gesegneten vor Unheil schützen und ihnen in schweren Zeiten helfen. Seit dem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Viele hundert Millionen wurden seit dieser Zeit gesammelt und für zehntausende Projekte zur Verfügung gestellt. Diese Projekte beinhalten Pastorale, Bildung und Gesundheit, Ernährung und soziale Integration.

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