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Ausstellung „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2012“: Beeindruckende Aufnahmen in der Stadtkirche Bitterfeld

Uhr | Aktualisiert 07.10.2013 21:16 Uhr
Völlig entspannt genießt dieser Rotgesichtsmakake, auch Schneeaffe genannt, sein Bad in einer heißen Quelle. Schätzungsweise gibt es von dieser Rasse noch etwa 100.000 Exemplare auf der Welt. Das Bild entstand in Japan, dem Heimatland dieser Affenart, und ist Teil der Ausstellung in der Stadtkirche.   (BILD: Jasper Doest)
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Preisgekrönte Tierfotografien aus dem Wettbewerb "Europäischer Naturfotograf des Jahres 2012" sind in der Bitterfelder Stadtkirche zu sehen. Die Bilder sind mit großem Aufwand in der rauen Natur entstanden.
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Bitterfeld/MZ

Ein Eisvogel schießt aus dem Wasser, ein Hirsch schaut in den Sternenhimmel: In der Ausstellung „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2012“ sieht man wilde Tiere in ihrer natürlichen Umgebung - vom Menschen ungestört. Die Bilder sind anlässlich des vierten mitteldeutschen Kirchentagskongresses bis zum 13. Oktober in der Stadtkirche Bitterfeld zu sehen. Der Kongress steht unter dem Motto „Geschwister der Schöpfung“ – gemeint sind die Tiere.

So passt es auch, dass sich die Stadtkirche nun die Naturfotografien ins Haus geholt hat. Die Ausstellung geht auf einen internationalen Wettbewerb zurück, der jedes Jahr von der Gesellschaft deutscher Tierfotografen veranstaltet wird. Dabei gibt es neben dem Gesamtsieg auch Preise in verschiedenen Kategorien wie Vögel, Säugetiere oder „Unter Wasser“ zu gewinnen. Ursprünglich umfasst die Ausstellung 80 Werke. Davon findet etwa die Hälfte in der Stadtkirche Platz.

Keine Nachbearbeitung

Das Besondere an den Bildern sei ihre aufwendige Entstehung, sagt Annette Hildebrandt. Sie ist Geschäftsführerin des Landesausschusses für die Kirchenprovinz Sachsen im deutschen evangelischen Kirchentag. Die Bilder seien nicht extra mit dem Computer nachbearbeitet worden, sondern das Ergebnis von viel Beharrlichkeit. „Viele Fotografen beobachten die Tiere monatelang, bevor sich das passende Motiv ergibt“, sagt Hildebrandt. So machte es auch der Gesamtsieger des Jahres 2012, Tommy Vikars. Der Finne gewann den internationalen Fotowettbewerb mit seinem Bild „Sterngucker“: Darauf sieht man zwei Weißwedelhirsche, die in einer Winternacht auf einer Waldlichtung nach Futter suchen. Einer von ihnen hebt den Kopf, um in den klaren Sternenhimmel zu schauen. Vikars war in diesem Moment nur 50 Meter von den scheuen Tieren entfernt. Er versteckte sich in einer Waldhütte.

Siegerbild zeigt Kormoran

Beeindruckend ist auch das Siegerbild aus der Kategorie „Unter Wasser“. Es stammt von Cristobal Serrano, einem Spanier, und zeigt einen Kormoran bei der Fischjagd. Der Kormoran ist ein Vogel, der in Mitteleuropa fast ausgerottet wurde, heute aber noch in Teilen Asiens und Afrikas lebt. Serrano machte sein Foto in 20 Metern Tiefe, auf dem Grund des Cortez Sees in Mexiko. Darauf sieht man einen Kormoran, der ganz allein inmitten eines riesigen Fischschwarms seine Beute jagt.

Die ruhige Atmosphäre in der Kirche lasse die Bilder besonders gut wirken, sagt Hildebrandt. Zum Abschluss wird die Ausstellung am 13. Oktober noch durch verschiedene Tierstimmen abgerundet, die ab 9.45 Uhr in der Stadtkirche abgespielt werden.

Die Fotoausstellung in der Stadtkirche ist vom 8. bis 12. Oktober jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet, außerdem am 13. Oktober von 9.45 Uhr bis 10.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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