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Asylbewerber in Marke: Schwangere wird vorerst nicht abgeschoben

Dawi, Schuker

Mariam Dawi und Jamal Schuker vor der Gemeinschaftsunterkunft in Marke

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Kehrer

MArke/MZ -

Die für Dienstag geplante Abschiebung der schwangeren Libanesin und ihres Partners von Deutschland nach Italien ist zunächst ausgesetzt worden. Wie der Rechtsanwalt der beiden in Marke lebenden Asylsuchenden, Christoph Kunz, gegenüber der MZ bestätigt, hat das Verwaltungsgericht in Magdeburg am Montag festgestellt, dass die „Voraussetzungen für die Abschiebung nicht gegeben sind“.

Begründet wird dies damit, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Abschiebungsbescheide im Februar „nicht wirksam“ zugestellt hat. „Statt nach Marke, wo Mariam Dawi und Jamal Schuker in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, wurden die Briefe nach Leipzig geschickt“, so Kunz. Grund hierfür sei, dass bereits die „Flüchtlingszuweisungen“ - die besagen, wo sich Asylsuchende melden müssen - nicht richtig zugestellt wurden. Und so sei das libanesische Paar von der Chemnitzer Aufnahmeeinrichtung - wo es im Mai 2013 die Asylanträge gestellt hat - nicht wie vorgesehen nach Leipzig, sondern über Halberstadt nach Marke gebracht worden. „Ich gehe davon aus, dass die Abschiebungsbescheide nun noch in dieser Woche an die richtige Adresse geschickt werden“, so der Anwalt der Asylsuchenden. Man werde die Zustellung abwarten und dann über weitere juristische Schritte entscheiden.

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