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Anhalt-Bitterfeld: Kleine Tanzmäuse ganz groß

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 21:45 Uhr
Kinder vom Zörbiger Jugendclub bei einem ihrer jüngsten Auftritte. (FOTO: MZ) 
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Das Freizeitangebot der verschiedenen Klubs rund um Zörbig ist vielseitig. Lehrgänge finden ebenso statt wie Gesprächsrunden.
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zörbig/MZ. 

Paul fühlt sich mit seinen acht Monaten schon richtig wohl im Zörbiger Kinder- und Jugendklub, den seine Mutter Steffi Schneider bereits vor 13 Jahren für sich entdeckt hat. Inzwischen trainiert die 23-Jährige ebenso wie die ein Jahr ältere Franziska Höhne, von allen nur Franzi genannt, eine Tanzgruppe. Und Paul ist immer dabei - entweder beim "Hüpfen" mit seiner Mutter oder auf den Schoß von Susanne Sterzik, die als Kinder- und Jugendschutzbeauftragte der Stadt Zörbig bei keiner Probe fehlt.

"Franzi habe ich gewissermaßen von meiner Vorgängerin Susanne Stock übernommen", blickt die Jugendklubleiterin zurück. Denn als sie 1999 die Leitung übernahm, sei das Feld bestens beackert gewesen, weil bereits in den bisherigen Zörbiger Räumlichkeiten die Kinder- und Jugendarbeit groß geschrieben worden sei.

Dann kam 2006 der Umzug an den heutigen Standort. "Das ist kein Vergleich mehr zu früher", findet Susanne Sterzik. Denn neben einem großen Aufenthaltsraum mit Bar, die die Jugendlichen damals selbst gebaut haben, gibt es einen Kreativ- und Bastelraum, ein Schulungszentrum mit Tafel, einen Spieleraum und eine Küche sowie zwei Büros. Deshalb könne jetzt vieles parallel laufen - spielen, basteln, Musik hören oder tanzen. Vor allem letzteres habe es den Kindern und Jugendlichen angetan. Und sie lassen kaum eine Möglichkeit aus, um auf sich aufmerksam zu machen. Deshalb existieren inzwischen auch fünf Gruppen, die sich allerdings nicht nur auf den Zörbiger Klub beschränken. Denn auch in den anderen fünf Jugendklubs der Einheitsgemeinde gibt es Tanz- und Sportangebote.

Da Susanne Sterzig nicht alle Klubs gleichzeitig im Auge behalten kann, hat sie sich Unterstützung herangezogen. "Juleica" heißt das Zauberwort und bedeutet Jugendleitercard. "Damit sollen Jugendliche gefunden werden, die Verantwortung für die Zeit übernehmen, in der ich nicht da sein kann", setzt Sterzik erklärend hinzu. Diese Ausbildung, erzählt sie weiter, umfasse 40 Stunden und finde immer von Freitag bis Sonntag statt. Die erste Schulung, an der sowohl Steffi Schneider als auch Franzi Höhne teilgenommen haben, fand Mitte Dezember statt - die nächste ist im Februar. "Einer der Teilnehmen war auch Torsten Voigt, der bei uns ein Praktikum im Sozialbereich absolviert hat." Die Jugendklubleiterin erzählt weiter, dass der heute 20-Jährige nicht nur seit seiner Kindheit den Klub besucht, sondern durch das Praktikum zu seinem heutigen Beruf - Altenpfleger - gefunden hat.

Da Susanne Sterzig auch Fachfrau für Kindeswohlgefährdung, also Ansprechpartnerin in Missbrauchsfällen, ist, arbeite sie eng mit Zörbigs Street-Worker Tobias Funda und Schulsozialarbeiterin Michaela Keßler zusammen.

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