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Vor 50 Jahren: Schlittenfahrt in die Saale

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Adolf Kämmerer (rechts) rettete vor 50 Jahren den damals dreijährigen Nachbarsjungen Hilmar Schramm aus der eiskalten Saale.  (BILD: engelbert pülicher)
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Vor genau 50 Jahren zögerte Adolf Kämmerer keine Sekunde: Er rettete dem Nachbarjungen Hilmar Schramm, der beim Rodeln in die eiskalte Saale gefallen war, das Leben. Heute erinnern sich beide an den Vorfall.
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nelben/MZ

Für Hilmar Schramm ist der 1. März wie ein zweiter Geburtstag. Dabei war der Nelbener gerade einmal drei Jahre alt, als vor genau 50 Jahren sein zweites Leben begann. Adolf Kämmerer, ein Nachbar der Familie Schramm, saß an jenem Freitag gerade beim Mittagessen in der Küche. „Da hörte ich plötzlich Hilferufe von draußen. Ich ließ sofort den Löffel fallen und stürzte nach draußen.“ Der damals 28-Jährige rannte wie ein Blitz hinunter zur Saale, die wenige Meter von den Wohnhäusern der beiden Familien entfernt fließt. Ohne zu zögern sprang Adolf Kämmerer ins eisig kalte Wasser und zog den davontreibenden Buben hinaus, der nach einer unbedachten Schlittenfahrt vom benachbarten Rodelberg in den Fluss geraten war.

Ein MZ-Artikel hatte die beiden Männer, heute 53 und 78 Jahre alt, jetzt an die damalige Lebensrettung erinnert. Autor Harald Lütkemeier hatte in einer alten Zeitung einen Bericht darüber entdeckt und für die Heimatseiten-Serie „Vor 50 Jahren“ verwendet. „Damals hatte unser Schuldirektor, Herr Göhre, den Artikel in die ,Freiheit’ setzen lassen“, weiß Hilmar Schramm. Das „Jubiläum“ seiner Lebensrettung will der Nelbener ausdrücklich nutzen, um sich noch einmal bei Adolf Kämmerer zu bedanken. „Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er nicht zur Stelle gewesen wäre.“ Aber auch sein Bruder Harald habe durch seine sofortigen Hilferufe wesentlich dazu beigetragen, dass der Nachbar rechtzeitig zur Stelle gewesen war. Und wie der Lebensretter „werde ich dieses Erlebnis niemals vergessen.“

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