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Verbraucherbefragung: Preis für Honig eher nebensächlich

Wo kommt der Honig her?

Professor Margot Steinel (links) und die Ökotrophologie-Studentin Sophie Bernsdorf haben sich damit befasst, ob heimischer Honig in Bernburg nachgefragt wird. Bei der „Flotten Biene“ (links) handelt es sich um Importhonig, der Raps- und Robinienhonig ist aus deutscher Produktion.

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Engelbert Pülicher

Bernburg/MZ -

Die Bevölkerung in Bernburg würde gerne mehr Honig kaufen, der von heimischen Imkern erzeugt wird, allerdings wird dieses Produkt vom üblichen Handel zu wenig angeboten. Stattdessen werden überwiegend Mischhonige aus China oder Südamerika gekauft. Discounter haben sogar nur Mischhonige in ihren Regalen stehen.

Dieses Ergebnis hat eine Untersuchung zu Tage gefördert, die unter Leitung der Ökotrophologie- Professorin Margot Steinel von der Hochschule Anhalt (FH) im Dezember 2012 erhoben wurde. Die beiden Ökotrophologie-Studentinnen Sandra Albertsen (23) und Sophie Bernsdorf (24) haben dabei an einem Tag 154 Verbraucher verschiedener Altersgruppen befragt. Dabei stellte sich heraus, dass Honig ein Lebensmittel ist, das besonders von der Altersgruppe über 60 Jahren geschätzt wird.

Erstaunlicherweise gaben drei Viertel der befragten Bernburger an, dass der Preis bei ihrer Kaufentscheidung für sie gar nicht so wichtig ist, obwohl heimischer Honig etwa doppelt so teuer wie billiger Importhonig ist. „Honig ist ein sehr ergiebiges Lebensmittel“, liefert Professorin Margot Steinel eine Erklärung aus finanzieller Sicht. Im gesamten Haushaltsetat spiele dieser Posten beim Einkauf keine große Rolle. „Das ist wie mit Streichhölzern“, liefert die Professorin, die an der Hochschule Anhalt Wirtschaftslehre unterrichtet, einen praktischen Vergleich.

Auf die Frage „Wie wichtig ist es Ihnen, dass der Honig aus Deutschland oder von Imkern aus Bernburg stammt“ stimmten 75 Prozent für deutschen Honig. 50 Prozent sprachen eine Präferenz für regionalen Honig aus. Dabei schätzen die Verbraucher zu 40 Prozent Honige mit cremiger Beschaffenheit. 30 Prozent bevorzugen flüssige Honige.

Auch die Verpackung spielt eine Rolle. Zwei Drittel der Befragten kaufen Honig am liebsten im Glas, ein Drittel akzeptiert das süße Produkt auch in einer Plastiktube. Bei der Suche nach Einkaufsmöglichkeiten für heimischen Honig stießen die beiden Studentinnen auf eine heimische Imkerin, die einen Stand auf dem Bernburger Wochenmarkt hat. Auch im Nah & Frisch-Markt an der Breiten Straße wurden sie fündig. Dort werben zwei Imker für ihren Honig. Daneben werden der Agrarhandel in Roschwitz und „Kerstins Hoflädchen“ an der Wilhelmstraße genannt, wo regionaler Honig angeboten wird.


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