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Sachsen-Anhalt: Schneegestöber wird Autofahrern zum Verhängnis

Uhr | Aktualisiert 17.01.2013 20:36 Uhr
Auf der A14 am Kreuz Bernburg gab es einen Unfall, in den drei Lkw und ein Pkw verwickelt waren. (FOTO: MATTHIAS STRAUSS) 
Kälte und Schneegestöber haben in Sachsen-Anhalt am Donnerstag für Freud und Leid gesorgt. Während der Schnee den Harz zunehmend in eine Winterlandschaft verwandelt, kam es auf den Straßen zu einigen Unfällen.
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Halle (Saale)/Bernburg/MZ/dpa. 

Auf der Autobahn 14 verkeilten sich in der Nacht zum Donnerstag drei Lastwagen und ein Auto bei Bernburg (Salzlandkreis) ineinander. Ein Mann wurde schwer verletzt, es entstanden 200000 Euro Sachschaden. Ein Lastwagen war ins Schleudern geraten und entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf der rechten Spur zum Stehen gekommen. Zwei weitere Lkw- und ein Pkw-Fahrer konnten nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Die Autobahn in Richtung Süden war erst am Vormittag wieder frei, der Verkehr wurde über eine Nebenspur des Kreuzes A 14/B 6n umgeleitet.

Die meisten Glätte-Unfälle gingen nach Polizeiangaben glimpflicher aus. Auf der A 9 prallte ein Auto bei Naumburg (Burgenlandkreis) in eine Leitplanke. In Blankenburg (Harz) manövrierte sich der Fahrer eines Winterdienst-Räumfahrzeuges in der Nacht selbst ins Aus. Laut Polizei schob der Fahrer eine massive Metallplatte weg, mit der eine Baugrube gesichert war. Das Fahrzeug blieb dann in der Grube hängen.

Insgesamt kam es im Landessüden im morgendlichen Berufsverkehr zu 15 Unfällen mit Blechschäden, im Norden krachte es seit der Nacht acht Mal. „Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase haben sich die Kraftfahrer daran erinnert - es ist Winter“, sagte eine Polizeisprecherin. Im Burgenlandkreis gab es am Vormittag zwei Verletzte bei einem Glätteunfall.

Im Harz freuten sich hingegen vor allem Wanderer über eisige Temperaturen von bis zu minus neun Grad auf dem Brocken und eine knapp 16 Zentimeter dicke Schneedecke. Doch der Wintersport komme nur sehr langsam in Fahrt, sagte die Sprecherin des Harzer Tourismusverbands, Eva-Christin Ronkainen. Etwa zwei Drittel der Rodelbahnen seien noch nicht befahrbar, Alpinsportler müssten sich teils mit Kunstschnee zufriedengeben und die knapp 500 Kilometer Langlaufstrecken seien noch nicht gespurt. „Um die Loipen zu spuren, braucht es eine etwa 20 bis 30 Zentimeter dicke Schicht“, sagte Ronkainen. Laut Deutschem Wetterdienst sollen bis Samstag weitere fünf bis zehn Zentimeter Schnee in Sachsen-Anhalt fallen.

Aktive könnten sich indes auf Schlitten oder zu Fuß durch das Mittelgebirge bewegen. Knapp 285 der 315 Kilometer langen Winterwanderwege seien präpariert, so Ronkainen. An Hängen in Niedersachsen seien auch schon Snowboarder und Abfahrtläufer unterwegs.

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