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Kragen-Erdstern war erstmals dabei

Uhr | Aktualisiert 18.10.2005 20:50 Uhr
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Begutachtung

Erich und Petra Streiber (rechts, im Hintergrund) staunten über die Vielzahl von Pilzen, die im Kreishaus ausgestellt wurden, und informierten sich bei Pilzberaterin Renate Hartmann (l.). (MZ-Foto: Engelbert Pülicher)

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"Der sieht aber verführerisch aus", meint Petra Streiber und zeigt auf den satt-roten Pilz mit weißen Punkten vor sich. Auch der Kirschrote Spei-Täubling, der Pantherpilz und der Dickschalige Kartoffelbovist sehen interessant aus. Allerdings sollte man verschiedene Pilze tatsächlich nur aus der Ferne anschauen, wie die Pilzberater auf der Pilzausstellung am Dienstag im Kreishaus II erklärten.
Bernburg/MZ. 

Dass man beispielsweise einen Fliegenpilz besser nicht probiert, weiß auch Frau Streiber, die sich mit ihrem Mann interessiert die Exemplare auf dem Tisch anschaute. Streibers waren nur zwei der vielen Besucher der Pilzausstellung im Kreishaus II. Es lohnte sich vorbeizuschauen: 204 Arten zählte Pilzberater Bertold Randel auf dem Tisch in der Wartehalle. "So viele Pilzarten wie in diesem Jahr hatten wir noch nie", weiß der Fachmann, der alle Arten für die Statistik festhielt. Dabei sei der Landkreis Bernburg nicht mal ein ideales Pilzgebiet: "Der Auenwald gibt jedenfalls nicht viel her", meint Randel. Die Pilze sucht man besser in Harz, Fläming oder Dübener Heide.

Auf seiner Liste konnte der ehrenamtliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes beispielsweise unter den Neulingen einen Mausgrauen Scheidling (essbar), den Kragen-Erdstern (ungenießbar) und den Gelben Fliegenpilz (giftig) notieren. Die Resonanz auf die diesjährige Ausstellung sei überwältigend gewesen, berichtet Bertold Randel. Dazu hat sicher auch die neue Ausstellungsfläche beigetragen, auf der endlich genug Platz für die Besucher war. Noch im letzten Jahr wurden die beengten Platzverhältnisse im Foyer bemängelt.

Es kommen beispielsweise Leute, erzählt Randel, die Pilze mitbringen und wissen wollen, ob sie mit ihrer Eigenbestimmung richtig lagen. Andere hätten Pilze bei sich im Garten entdeckt und wollten einfach wissen, was da bei ihnen im Garten wächst. Wieder andere staunen nur über die Vielfalt, die es an Pilzen gibt. Die Pilzberater klären aber auch über Ursachen und Symptome von Vergiftungsfällen auf oder verraten Rezepte für die Zubereitung von Pilzen, denn natürlich wissen die Pilzberater auch darüber bestens Bescheid, vor allem, weil dieses Jahr, aufgrund der Witterung, ein sehr gutes Speisepilzjahr gewesen sei.

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