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Flüchtlinge: Neues Heim für Asylbewerber in Bernburg

Das ehemalige Wohnheim

Das ehemalige Wohnheim ist nun Übergangsheim.

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Engelbert Pülicher

Bernburg/MZ -

Der Salzlandkreis hat nun auf die zunehmende Zahl an Asylbewerbern reagiert und in Bernburg ein zweites Gebäude angemietet. In diesem sollen weitere Flüchtlinge Unterschlupf finden. „Es handelt sich nicht um ein Asylbewerberheim, sondern ist lediglich ein Übergangswohnheim“, konkretisiert Kreissprecherin Ingrid Schildhauer auf Nachfrage der MZ. Demnach wurden in dem zweistöckigen Gebäude an der Magdeburger Straße in den vergangenen Wochen mehrere kleine Wohnungen eingerichtet. Zum Jahresende sind die ersten Asylbewerber eingezogen.

Mehr Asylbewerber dem Salzlandkreis zugewiesen

Nötig wurde laut Kreisverwaltung dieser Schritt, nachdem vom Land beschlossen worden war, unter anderem dem Salzlandkreis mehr Asylbewerber zuzuweisen. Für die Aufteilung zuständig ist die zentrale Aufnahmestelle Sachsen-Anhalts in Halberstadt.

Bereits jetzt, wenige Wochen nach der Eröffnung, sind nach Angaben des Kreises 80 Prozent der Wohnungen mit Familien belegt. Insgesamt stehen 36 Plätze zur Verfügung. „Sie richten sich ausschließlich an Familien mit Kindern“, sagt Ingrid Schildhauer. Aus welchen Ländern sie konkret geflüchtet sind, darüber machte sie allerdings keine Angaben.

Nur soviel: Es handelt sich bei den Asylbewerbern nicht um Flüchtlinge aus Syrien. Diese hatten bereits vor Monaten Zuflucht bei Verwandten im Salzlandkreis gefunden.

Unterdessen werden die Übergangswohnungen durch den Salzlandkreis selbst betrieben und nicht wie in der Gemeinschaftsunterkunft am Teichweg von einem beauftragten Träger. Wie lange die Wohnungen unterhalten werden, ist bislang allerdings noch offen. Denn der Kreis hat die Immobilie vorerst lediglich für ein Jahr von der Stadt Bernburg angemietet. Diese ist der Eigentümer des Objekts. Bis zuletzt wurde es von der Wohnstätten GmbH als Studentenwohnheim betrieben. „Die Auslastung ging aber fast gegen null“, sagt Bernburgs Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos).

Mietverträge ausgelaufen

Ein Großteil der Mietverträge war zum Ende des Semesters sowieso ausgelaufen, lediglich einer Studentin musste aufgrund der Neunutzung durch den Salzlandkreis gekündigt werden. Schon länger habe man sich aufgrund der rückläufigen Nachfrage Gedanken gemacht, wie das Gebäude künftig genutzt werden soll. „Wir waren deshalb nach der Anfrage des Kreises mit der Zwischenlösung einverstanden“, so Henry Schütze. Eine endgültige Lösung sei das aber nicht. Vor allem, weil künftig auch Investitionen in dem Objekt nötig wären.


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