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Das Geschäft mit Altkleidern : Fast drei Viertel der Container in Bernburg illegal aufgestellt

Altkleider-Sammelcontainer

Wer in Bernburg textilien ausrangiert, muss sich bewusst sein, dass sie für kommerzielle genutzt werden.

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Engelbert Pülicher

bernburg/MZ -

Der Frühling naht, die neuesten Modetrends warten, doch der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten. Wohin also mit den Klamotten, die ohnehin schon seit Jahren nicht mehr getragen werden? Natürlich in die Altkleider-Sammlung! Dutzende Container sind im Bernburger Stadtgebiet zu finden. Doch wer glaubt, mit seinen ausrangierten Textilien ein gutes Werk zu tun, der irrt. In der Saalestadt verfolgt kein einziges Unternehmen einen gemeinnützigen Zweck. Etwa drei Viertel der Altkleider-Container sind sogar illegal aufgestellt worden.

Seit knapp einem halben Jahr wird Bernburg regelrecht mit Sammelboxen überschwemmt, berichtet Andrea Schöneberg, zuständige Sachgebietsleiterin im städtischen Ordnungsamt. Neben den 23 genehmigten Containern seien in jüngster Zeit schätzungsweise 50 bis 60 illegal auf öffentlichem Boden aufgestellt worden. 17 nicht genehmigte Container sind im Dezember von der Stadt beseitigt und auf den Bauhof gebracht worden. Die Besitzer haben sie inzwischen von dort abgeholt. Für die anderen illegalen Behälter laufen die Eigentümer-Ermittlungen, sagt Andrea Schöneberg. Denn teilweise seien sie bedenkenlos an engen Stellen platziert und zu einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit geworden.

Die in Bernburg genehmigten Container gehören der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der Firma AKS aus Morl bei Halle. Beide verfolgen kommerzielle Ziele, bestätigt Andrea Schöneberg entsprechende MZ-Informationen. Immerhin erhält die DLRG für die Verwertung der Altkleider einen Obolus, um damit ihre eigenen gemeinnützigen Ziele mitfinanzieren zu können.


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