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Bundespolizei: Mann gesteht Anschläge auf Bahnanlagen um Bernburg

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 19:18 Uhr

- Der Bundespolizei Magdeburg gelang es durch intensive Ermittlungen einen männlichen Deutschen in 27 Fällen des teilweise gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr zu überführen. (SYMBOLFOTO: DPA)

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Ein 27-jähriger Mann zerstörte fast ein Jahr lang immer wieder Anlagen der Bahn. Jetzt haben ihn Ermittler der Bundespolizei gefasst.
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Bernburg/MZ. 

Eisenbahner und Fahrgäste in der Region Bernburg können aufatmen: Ein Mann, der für 27 Anschläge auf Bahnanlagen verantwortlich ist, konnte dingfest gemacht werden. Der 27-Jährige aus dem Salzlandkreis hatte mit seinen Straftaten immer wieder Gefahren im Bahnverkehr heraufbeschworen.

Unter anderem zerstörte der Täter an der Bahnstrecke zwischen Bernburg und Baalberge etliche Schaltkästen mit Steinschlägen, durchschnitt zahlreiche wichtige Kabel und demolierte Fahrsignale. All das führte mehrfach zu erheblichen Störungen des Zugverkehrs. Allein die Reparaturkosten, heißt es, gehen in die Tausende. „Dieser Fall ist mit seiner Intensität außergewöhnlich“, sagte Chris Kurpiers von der Bundespolizei-Inspektion Magdeburg. Seit Februar 2012 habe der Randalierer für Aufregung gesorgt. Vergleichbare Straftaten-Serien gebe es in Sachsen-Anhalt bislang nur wenige.

Nach der Festnahme durch die Bundespolizei legte der Täter bei der Vernehmung in Magdeburg ein umfassendes Geständnis ab. Die Motive für sein Handeln liegen laut Polizei jedoch noch im Dunkeln. Offenbar habe der Mann über viel freie Zeit verfügt. „Die Straftaten wurden systematisch vorbereitet und getarnt.“ Dabei sei ihm seine Ortskenntnis zu gute gekommen, erklärte die Polizeisprecherin. So habe er sich mehrfach der Kontrolle durch die verstärkten Polizeistreifen entziehen können.

Im Verlauf der Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise aus der Spurensicherung und aus Befragungen. Polizeisprecherin Kurpiers: „Letztlich überführt werden konnte der Mann erst, nachdem die Bundespolizei die gerichtliche Erlaubnis erhielt, das Mobiltelefon des Verdächtigen zu überwachen.“ Danach habe sich die Beweiskette schließen lassen. Nunmehr könne der Fall an die Justiz übergeben werden. Der geständige Täter, bestätigte die Sprecherin, sei wieder auf freiem Fuß. Offenbar bestehe keine Fluchtgefahr.

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