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Peugeot: Auf allen Vieren

Uhr | Aktualisiert 03.01.2013 17:03 Uhr

Mit permanentem Allrad unterwegs, das Kompakt-SUV 4008 (FOTO: WE)

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Schmierige Straße, erste Schneedecke, gefährliche Glätte: Mit der kalten Jahreszeit bringen sich die Allrader ins Gespräch.
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Halle (Saale)/MZ. 

Mancher überlegt angesichts von Schlupf-Problemen bei seinem Gefährt mit Zweirad-Antrieb, bei der nächsten Anschaffung vielleicht in ein 4WD-Modell zu investieren, auch wenn es oft teurer ist und etwas mehr Sprit verbraucht.

Dass Allrader zumindest auch sparsam unterwegs sein können, macht Peugeot im wachsenden Segment der geländegängigen Fahrzeuge mit zwei Konzepten deutlich. Da ist zum einen der 4008 der Franzosen (ab 31 790 Euro) mit permanentem, elektronisch geregeltem Allrad.

Beim Verbrauch des Kompakt-SUV (115 und 150 PS) sprechen die Franzosen von 4,9 bzw. 5,6 Liter Diesel auf 100 km und rangieren den 4,34 Meter langen Softroader unter den verbrauchsgünstigsten im Segment ein. Per Drehschalter können bei Matsch und Schnee verschiedene Fahrmodi gewählt werden, bei normalen Straßenverhältnissen auch Frontantrieb.

Gute Traktion auf jedem Untergrund, dafür steht bei der Löwenmarke zum anderen ein ausgesprochen sparsames Hybrid-Fahrzeug-Trio mit einem Verbrennungsmotor (163 PS) an der Vorder- sowie einem Elektromotor (37 PS) an der Hinterachse: der Crossover 3008 HYbrid4 (ab 34 150 Euro und mit einem Verbrauch von 3,5 Liter auf 100 km kombiniert), dem ersten Diesel weltweit mit Full-Hybrid-Technik als Serienfahrzeug überhaupt, dann die Limousine 508 HYbrid4 (ab 38 850 Euro / 3,6 Liter) sowie der All-Road-Kombi 508 RXH (ab 41 900 Euro / 4,1 Liter). Im Unterschied zu Hybrid-Modellen von Toyota und Lexus setzt Peugeot - in Europa hinter den Japanern die Nummer drei bei der Zulassung von Hybrid-Fahrzeugen - beim Verbrennungsmotor auf einen Diesel statt Benziner. Ein Selbstzünder, so Peugeot, würde zum Beispiel bis zu 40 Prozent weniger

CO2 ausstoßen und im Vergleich zu einem ähnlich starken Diesel seien mit den Full-Hybrid-Fahrzeugen Kraftstoffeinsparungen um bis zu 35 Prozent möglich. Das Top-Modell der drei Öko-Franzosen ist der vollausgestattete Kombi.

Der 508 RXH mit Premiumanspruch platziert sich in etwa zwischen einem Audi A4 und A6. Per Drehregler werden in der Mittelkonsole vier Fahrmodi angewählt: AUTO, ZEV, 4WD oder SPORT. Das Sparpotenzial fährt der Kombi in den ersten beiden ein, besonders in der AUTO-Stellung. Hier wählt die Elektronik den besten Mix aus beiden Antriebsarten.

Angefahren wird emissionsfrei, der Diesel schaltet sich erst nach einem kräftigeren Pedaldruck dazu. Den ZEV-Modus, die rein elektrische Fahrweise, gibt Peugeot mit vier Kilometer an, was immerhin reicht, um abgasfrei und geräuschlos aus dem Wohngebiet zu kommen. Elektrisch geht es maximal bis 70 km / h.

Kurze Drehung in den 4WD-Modus - nun arbeiten Diesel- und E-Motor gemeinsam, der Peugeot wird zum variablen Allradler. Abhängig von Gripp und Geschwindigkeit gehen bis zu 40 Prozent des Drehmoments (insgesamt 450 Nm) an die Hinterräder.

Angesichts von rund 190 Milimeter Bodenfreiheit setzt der Kombi mit seinem Stahlblech-Unterfahrschutz auch bei einer tieferen Spur nicht auf und meistert bei gefühlvollem Gas im ersten und zweiten Gang zum Beispiel glitschigen Untergrund sehr gut. Anders als beim 4008 gibt es keine mechanische Verbindung, sondern eine elektronische Steuerung. Das spart gegenüber einem konventionellen Allradantrieb Gewicht und senkt den Verbrauch.