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Bowler EXR-S: Range-Rover im Rallye-Trimm

Uhr | Aktualisiert 13.06.2013 04:33 Uhr
Der Bowler EXR-S ist ein Rallye-Sportwagen mit Straßenzulassung auf Basis des Range Rover Sport. (FOTO: HERSTELLER) 
Zehn Prozent stärker und über 700 Kilo leichter – so macht der britische Rennstall Bowler aus dem Range Rover Sport ein Rallye-Auto. Den Rallye-Dakar-Renner gibt es jetzt auch mit einer Straßenzulassung.
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Halle (Saale)/MZ/DPA/DMN. 

Für Preise ab etwa 230.000 Euro liefert das Unternehmen aus dem britischen Belper den auffälligen Boliden bald auch nach Deutschland. Auf Touren bringt den Wagen ein V8-Benziner aus dem Serienmodell.

Mehr PS als die Rallye-Version

Die Leistung steigt allerdings auf 557 PS. Der turbogeladene EXR-S hat damit sogar gut 250 Pferdestärken mehr als sein Rallye-Pendant ohne Lader. Denn der Straßensportler unterliegt nicht den Reglements des Automobil-Verbandes FIA.

Zugleich sinkt das Gewicht gegenüber dem Serienmodell um rund 700 Kilo, weil Bowler nur zwei Sitze sowie einen Überrollkäfig einbaut und die Karosserie aus Kunststoff fertigt. Von 0 auf 100 beschleunigt der EXR-S in 4,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist jedoch auf 250 km/h begrenzt. Den Verbrauch gibt Bowler mit etwa 16 Litern an (CO2-Ausstoß: 380 g/km).

Straßenfahrzeug ist voll geländetauglich

Der EXR-S wurde laut Bowler auf vielfachen Kundenwunsch entwickelt und hat alle Eigenschaften des Rallye-Fahrzeugs, was Gewichtsverteilung und Fahrverhalten betrifft. So bleibt die Straßenversion gleichermaßen geländetauglich.

Im Gegensatz zu konventionellen Tuning-Fahrzeugen wird der Range Rover Sport bei Bowler nicht nur neu eingekleidet. Der Rennstall übernimmt lediglich Rahmen, Fahrwerk, Motor und Getriebe und konstruiert alles andere neu. So fährt der EXR-S nicht nur auf 22-Zoll-Rädern. Er hat auch eine 14 Zentimeter breitere und dafür deutlich flachere Karosserie mit nur noch zwei Türen.

Bei aller sportlicher Ausrichtung des EXR-S – ein wenig Komfort gönnen die Briten ihren Kunden dennoch: Den Überrollkäfig gibt es nicht nur in der Renn-Version, sondern auch in einer Variante, die ein leichteres Einsteigen ermöglicht. Außerdem hat der Straßensportler Ledersitze, Klimaanlage und ein Radio.

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