"Wir sind glücklich und froh über den guten Ausgang", erklärt Polizeioberkommissarin Astrid Kuchta ganz erleichtert, dass der seit Freitag gesuchte Ascherslebener Markus Klopfleisch wohlbehalten zurück ist.
"Gegen 9.45 Uhr hat er sich am Sonnabend per SMS bei seinen Eltern gemeldet", berichtet die Leitende Beamtin vom Dienst und erzählt, dass seine Mutter ihn daraufhin sofort angerufen habe. "Er ist dann auch tatsächlich ans Telefon gegangen, war verschnieft und meinte, dass er nach Hause komme", erzählt die Beamtin vom Polizeirevier Salzlandkreis.
Und tatsächlich habe er kurze Zeit danach vor der Wohnungstür gestanden, weiß Astrid Kuchta, die gerade bei den Eltern des 31-Jährigen zu Hause war. "Halten sie ihn ganz doll fest, habe ich zu seiner Mutti gesagt", erzählt die Polizistin, der das Wiedersehen richtig nahe ging. "Die Eltern waren überglücklich", nickt die junge Frau und meint: "Natürlich, wer hat schon gern Angst um sein eigenes Kind."
"Er saß wie ein Häufchen Elend da", beschreibt Astrid Kuchta den hochaufgeschossenen Ascherslebener und freut sich, dass der 31-Jährige die ihm angebotene medizinische Hilfe auch tatsächlich angenommen hat. "Er ist jetzt auf dem Weg in eine Fachklinik nach Bernburg", erklärt die Polizeioberkommissarin am Sonnabendmittag.
Damit hat eine bundesweit ausgeschriebene Suche ein gutes Ende gefunden. Seit Freitag war der zurückgezogen lebende Mann verschwunden. Die Polizei vermutete bei ihm Selbstmordgefahr. "Wir haben ihn überall gesucht", berichtet die Polizeioberkommissarin vom Einsatz von etwa zehn Beamten und einem Fährtenhund vor Ort. Am Ende stellte sich heraus, dass Markus Klopfleisch sich in einer Pension eingemietet hatte - ganz in der Nähe. Ob er aus dem Radio oder über das Internet erfahren hatte, dass nach ihm gesucht wurde, die Leitende Beamtin kann es nicht sagen.