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Stadtrat Ballenstedt: «Und den Pestalozziring schieben wir wohl zu?»

Uhr | Aktualisiert 10.05.2004 20:37 Uhr
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An der Otto-Kiep-Straße in Ballenstedt kann ein Wohnpark entstehen. Der Stadtrat billigte mehrheitlich, dass dafür die erforderlichen Planungen beginnen dürfen. Der Investor plant auf dem Areal des Grundstücks Nr. 6 neun Mehrfamilienhäuser, sechs Doppelhäuser und neun Einfamilienhäuser des gehobenen Standards zu errichten.
Ballenstedt/Mz. 

Nach Aussagen von Bürgermeister Wolfgang Schneider (FDP) habe der Investor auch zugesichert, dass die Villa an der Straße mit der Wohnbebauung saniert werden soll. Eine Feststellung, die auch CDU-Stadtrat Johannes Knoppik begrüßte.

Am liebsten sehe er es, wenn die Villa-Sanierung vertraglich vereinbart werde. Dies unterstützte auch CDU-Fraktionschef Ulrich Pels: "In der Vergangenheit haben wird schon zu viel erlebt." Er erinnerte an die Kochstraße. Der Bürgermeister unterstrich, dass es sich erst um die Erarbeitung eines Vorhabens- und Erschließungsplanes, also um einen Grundsatzbeschluss, handelt. Einzelheiten würde der Bebauungsplan aufzeigen.

Peter Nebe (FDP) plädierte dafür, keine neuen Wohngebiete zu schaffen. Es sollten lieber leere Häuser in der Innenstadt saniert oder Baulücken geschlossen werden. Er könne das "Märchen vom gehobenen Standard nicht mehr hören". "Wer kann sich den denn leisten?", fragte er. Dieter Wieden (SPD / Bündnisgrüne) befürchtete, dass durch ein weiteres Wohngebiet, der Wohnungsleerstand - zur Zeit 15 Prozent - steigen wird. Wieden: "Und den Pestalozziring schieben wir wohl dann zu."

Karl-Heinz Meyer (PDS) sprach von einem sensiblen Bereich. Die Wohnbebauung dort könnte zu einer Bereicherung führen. Dennoch sei es privates Risiko des Investors, sein Wohngebiet zu vermarkten. Er glaube nicht, dass dadurch Bewohner des Pestalozziringes abgezogen werden. Dies bestärkte auch den Bürgermeister. "Zielgruppe sind eher Bürger, die sich in Ballenstedt ansiedeln wollen. Im Pestalozziring wohnen viele Ältere, die dort nicht ausziehen wollen."

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