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Nach Leichenfund am ersten Weihnachtsfeiertag: Toter Mann war als "Wanderer" aus Arnstein bekannt

Bahngleise

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DPA/SYMBOL

Aschersleben -

Im Fall eines toten Mannes, der am ersten Weihnachtsfeiertag an den Gleisen im Aschersleber Seegraben gefunden wurde, hat die Polizei ihre Ermittlungen inzwischen abgeschlossen.

Zunächst war die Identität des Mannes zu klären. Wie ein Sprecher der Kriminalpolizei auf Nachfrage sagte, handelte es sich bei dem Toten um einen 26 Jahre alten Mann aus Arnstein (Mansfeld-Südharz). Sowohl ein Verbrechen als auch ein Suizid konnten relativ schnell ausgeschlossen werden. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

Zugfahrer bemerkt Unfall nicht

Der Mann, der zwar nicht obdachlos, aber viel unterwegs und allgemein als „Wanderer“ bekannt war, habe an dem verhängnisvollen Tag wohl neben den Gleisen gelegen. Vermutlich habe der Zuglärm ihn den Kopf heben lassen. Dabei geriet er zu nahe an den herannahenden Zug und wurde vom Drehgestell eines Waggons am Kopf getroffen und tödlich verletzt. Der Zugführer hat den Unfall offenbar nicht bemerkt. Die Polizei hat die in Frage kommenden Züge begutachtet und Spuren gefunden. Die späteren Ermittlungen lassen auf den geschilderten Unfallhergang schließen, heißt es von Seiten der Polizei.

Keine Obduktion angeordnet

Aufgrund der Umstände sei eine Obduktion vom Staatsanwalt nicht angeordnet worden. „Die Spurenlage war eindeutig“, so der Sprecher. Deshalb lässt sich auch nicht genau sagen, ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren. Unklar sei der genaue Todeszeitpunkt. Da der Zugführer den Unfall nicht bemerkt hat, könnte man schlussfolgern, dass es dunkel war. „Aber das sind Spekulationen“, so der Polizeibeamte. (mz)


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