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Kita-Neubau: Fördermittelbescheid ist immer noch nicht da

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 17:57 Uhr
Seit ziemlich genau zwei Jahren werden die Schüler aus Mehringen in ihrem Ausweichquartier im Bestehornpark unterrichtet. (FOTO: FRANK GEHRMANN) 
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Das Licht am Ende des Tunnels ist nicht heller geworden und auch nicht näher dran als noch im Herbst. Im Oktober hätte bereits der Bescheid kommen sollen.
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Aschersleben/Mehringen/MZ. 

Der Bescheid, in dem steht, dass 600 000 Euro aus dem sogenannten Stark III-Programm für einen Ersatzbau der Mehringer Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" fließen werden. Doch nichts dergleichen ist seither passiert: "Wir warten bis heute auf die Förderwürdigkeitszusage und werden von Woche zu Woche vertröstet", moniert Ascherslebens Oberbürgermeister Andreas Michelmann.

Und die Stadt ist auch nicht der einzige Antragsteller, der noch auf Bescheid wartet. "Es gibt viel Abstimmungsbedarf", erklärt Wolfgang Borchert, Pressesprecher des Ministeriums der Finanzen, "Die EU (Anmerkung der Redaktion: das Stark III-Programm der Landesregierung wird erheblich von der EU gefördert) hat da einen großen Daumen drauf." Woran es in Bezug auf die Mehringer Kita klemmt, konnte er gestern aus dem Steggreif nicht sagen. Erstmal nur so viel: Es gehe immer um Energiefragen, die noch geklärt werden müssen, weil die Projektierung nicht ausreichend sei.

Mit der Fördermittelzusage für die Kindertagesstätte steht und fällt auch die Zukunft der Grundschule Mehringen. Seit ziemlich genau zwei Jahren werden die Schüler nun schon wegen des baulich desolaten Zustands ihres eigentlichen Schulgebäudes in einem Ausweichquartier im Bestehornpark unterrichtet. Mit der Finanzspritze von 600 000 und einem Eigenanteil von rund 300 000 Euro beabsichtigt die Stadt, eine neue "Villa Kunterbunt" bauen zu lassen und das frei werdende Kita-Gebäude nach Umbau als Schule zu nutzen. "Aber erst, wenn die Fördermittel für die Kindertagesstätte da sind und der Stadtrat zustimmt, kann die Schule saniert werden", so Michelmann. Die derzeit stillgelegte Turnhalle ließe sich mit vergleichsweise geringem Aufwand in Betrieb nehmen. Und was ist mit dem Jugendclub? "Das hängt von der Entwicklung des Gesamtkomplexes ab."

Die Schule wieder in Mehringen sehen, das will wohl niemand mehr als die Kinder, Eltern und Lehrer selbst, auch wenn die Unterrichtsbedingungen in Aschersleben mehr als nur akzeptabel sind: "Wir geben die Hoffnung nicht auf und harren darauf, zurückzukommen", sagt Grundschulleiterin Silvia Wollmann. Doch erster Frust macht sich breit. "Die Stadt hat ihre Hausaufgaben gemacht", sagt sie. Immer noch nicht wissend, wie es weitergeht, kommen natürlich ständig Nachfragen von Eltern, die Lehrer wenden sich an die Stadt, die Stadt ans Ministerium... "Die Situation ist für uns alle unzufriedenstellend", gesteht Wollmann. Froh ist sie nur darüber, dass die Schülerzahlen "durch das ganze Hickhack" bislang nicht eingebrochen sind: "Wir punkten durch gute Unterrichtsarbeit."

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