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Aschersleben: Winterdienst setzt auf Splitt statt Salz

Uhr | Aktualisiert 01.11.2012 19:42 Uhr

Nach dem Räumen werden die Straßen in der Innenstadt künftig mit Splitt abgestumpft. Auftausalz schädigt das Natursteinpflaster. (FOTO: FRANK GEHRMANN)

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Salz ist im Winterdienst ab sofort tabu. Zumindest auf den Straßen der Ascherslebener Innenstadt. Um das Pflaster zu schützen, will man einige Straßen künftig mit Splitt statt Auftausalz abstumpfen.
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Aschersleben/MZ. 

Salz ist im Winterdienst ab sofort tabu. Zumindest auf den Straßen der Ascherslebener Innenstadt. "Um das Pflaster zu schonen", so André Könnecke, Leiter des Bauwirtschaftshofes, habe das Tiefbauamt der Stadt vor kurzem angeordnet, bestimmte Straßen künftig nicht mehr mit Auftausalz, sondern mit Splitt abzustumpfen.

Warum das Pflaster "geschont" werden müsse, war am Donnerstag von Anke Marks, der Pressesprecherin der Stadtverwaltung, auf Nachfrage zu erfahren: Die Pflastersteine würden die Frost-Tau-Wechsel nur bedingt vertragen. "Das im Sanierungsgebiet neu eingebaute Natursteinpflaster weist zunehmend Schäden wie Abplatzungen oder Auflösungen der Steinoberfläche auf", erklärt sie, "es gilt als wahrscheinlich, dass diese Schäden durch den Einsatz von Tausalz begünstigt werden." Das Salz beeinflusse wohl die Frostempfindlichkeit der Gesteine. "Die wird durch die Wasseraufnahme in den Poren bestimmt", so die Pressesprecherin, "durch den Einsatz der Salze im Winterdienst werden der Gefrierpunkt und die Eisbildung verändert." Das für die Stadt unschöne Ergebnis: "Die mit einer Salzlösung gesättigten Oberflächen werden durch häufige Frost-Tau-Wechsel abgesprengt." Und je weicher das Gestein, desto größer die Schäden. Denn "weicheres Pflaster wie Grauwacke nimmt mehr Flüssigkeit auf", so Marks.

Die Köthener kennen das Problem. In viel größerem Ausmaß: Auf dem Marktplatz hat der Frost etliche Steine ganz kaputt gemacht. Das dortige Pflaster stammt aus Indien, ist kostengünstig, aber nur bedingt für hiesige Verhältnisse geeignet. Die Ascherslebener Steine kommen nach Informationen der Stadtsprecherin auch nicht aus Deutschland. Ob das eine etwas mit dem anderen zu tun hat, könnte man vermuten. Durch den Einsatz von Splitt wolle die Stadt jedenfalls weitere Schäden vermeiden. Die Winterdienstler vom Bauwirtschaftshof haben die Tourenpläne auf die neuen Anforderungen abgestimmt. Mit Splitt werden sie unter anderem folgende Straßen abstumpfen: Hohe Straße, Markt, Über den Steinen, Hinter dem Turm, Breite Straße, Badstuben und Wilhelmstraße.

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